Verkehrspsychologen
Der Mensch im Mittelpunkt des Strassenverkehrs
publiziert: Montag, 4. Sep 2000 / 14:35 Uhr

Bern - Statt den Menschen auf den Verkehr zu trimmen, soll der Verkehr dem Menschen angepasst werden. Dieser Trend dominiert die 2. internationale Konferenz für Verkehrspsychologie. Bundesrat Moritz Leuenberger hat sie am Montag in Bern eröffnet.

Zentrales Anliegen der am Kongress vorgetragenen Studien ist die Sicherheit. Neu ist dabei der Blickwinkel «Vision Zero»: Dereinst soll es im Strassenverkehr keine Toten und Schwerverletzten mehr geben. Verkehrsminister Leuenberger erklärte in seiner Ansprache, diese Zielrichtung sei für die Schweiz massgebend.

«In diese Richtung müssen wir arbeiten.» Dem viel gepriesenen Recht auf Mobiltät stehe das stärkere Recht auf Leben gegenüber. Bei einem Zug- oder Flugzeugunglück herrsche jeweils kollektive Betroffenheit, sagte Leuenberger weiter.

In der Schweiz kämen aber 20 mal mehr Leute auf der Strasse ums Leben als im Flugzeug und 15 mal mehr als im Zug. «Wo ist die kollektive Trauer für die Opfer des Strassenverkehrs?»

An dem viertägigen Kongress nehmen über 300 Verkehrspsychologen sowie weitere Experten aus mehr als 30 Ländern teil. Mit rund 250 Beiträgen über neueste Resultate aus Forschung und Praxis wird nach Wegen gesucht, um Sicherheit, Umweltschutz und Komfort zu fördern.

Gemäss einer Mitteilung der Schweizerischen Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) deutet der Trend darauf hin, dass Methoden der direkten Verhaltensbeeinflussung zur Anpassung des Menschen an den Verkehr an Gewicht verlieren. Stattdessen werden Änderungen vorgeschlagen, die der Zielgruppe von vornherein angepasst sind.

Technische Lösungen oder elektronische Hilfsmittel werden in den Dienst der Verkehrsteilnehmenden gestellt. Deren Möglichkeiten und Grenzen können durch die Verkehrspsychologie immer besser bestimmt werden. Im Zentrum der Konferenz stehen denn auch die Möglichkeiten und Grenzen des Menschen als Verkehrsteilnehmer.

Das schliesst nicht aus, dass spezielle Gruppen - beispielsweise Verkehrsdelinquenten oder Neufahrer - mittels eigener Programme durch psychologisch-pädagogische Massnahmen behandelt werden. Ein besonderes Anliegen ist auch die Mobilität der älteren Personen, die dem Verkehr oft nicht mehr gewachsen sind.

Der Kongress wurde von der bfu zusammen mit nationalen und internationalen Psychologenverbänden organisiert. Unterstützt wird er vom Schweizerischen Fonds für Verkehrssicherheit. Die erste solche Konferenz fand vor vier Jahren in Valencia statt.

(sda)

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