Johannes Paul II. als erster Papst in Ägypten
Der Papst trifft koptischen Metropoliten Shenhouda III
publiziert: Donnerstag, 24. Feb 2000 / 14:29 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 24. Feb 2000 / 22:51 Uhr

Kairo - Papst Johannes Paul II. ist am Donnerstag zu seiner 90. Auslandsreise in Ägypten eingetroffen. Auf dem Flughafen von Kairo wurde der 79-Jährige von Staatschef Husni Mubarak sowie hochrangigen christlichen und islamischen Würdenträgern empfangen. Besonders aber gilt seine Reise der christlichen Minderheit Aegyptens, den Kopten.

Bei seiner Ankunft in Aegypten wurde das Oberhaupt der katholischen Kirche von Präsident Hosni Mubarak empfangen.
Bei seiner Ankunft in Aegypten wurde das Oberhaupt der katholischen Kirche von Präsident Hosni Mubarak empfangen.
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Johannes Paul IIJohannes Paul II
Kairo - Die christliche Minderheit in Ägypten wird allgemein als Kopten bezeichnet. Der Name geht auf eine Verstümmelung des griechischen Wortes «aigyptios» für die christlichen Nachfahren der Ägypter des Altertums zurück. Der Überlieferung nach hat der Evangelist Markus die Kirche in Ägypten vor rund 2000 Jahren gegründet. Bereits im zweiten und dritten Jahrhundert begannen die ersten Christenverfolgungen. Die eigentliche koptische Kirche als Sonderform entstand nach dem Konzil von Chalkedon im Jahre 451. Damals unterlag der ägyptische Patriarch beim dogmatischen Streit um die Natur Jesu Christi. Im Zuge der Islamisierung ab 640 traten viele Kopten als Folge von Diskriminierung zum Islam über oder wurden dazu gezwungen.

Mehrere Millionen Anhänger

Nach unterschiedlichen Angaben bekennen sich heute zwischen sieben und 15 Prozent der 62 Millionen Ägypterinnen und Ägypter zum Christentum. Mehr als 90 Prozent davon sind Anhänger der koptisch- orthodoxen Kirche. Dieser steht seit August 1981 der heute 77- jährige Patriarch Schenuda III. vor. Oberhaupt der koptischen Katholiken ist Patriarch Stephanos II. Ghattas. Nach Angaben des Al-Ahram-Zentrums für religiöse Angelegenheiten sind dies rund 210 000 Gläubige. Die Anhänger der römisch-katholischen Kirche werden nur auf wenige tausend geschätzt. In der Öffentlichkeit versuchen religiöse Führer der Moslems und Christen immer wieder den Eindruck von Harmonie zu vermitteln. Probleme zwischen beiden Konfessionen rühren nach Angaben der ägyptischen Menschenrechtsorganisation aus einem Mangel an Demokratie und voller staatsbürgerlicher Rechte her. Im Janur waren bei einem Streit zwischen Moslems und Kopten im oberägyptischen Dorf El Koscheh 21 Menschen ums Leben gekommen. Dialog mit Rom Der erste Besuch eines römisch-katholischen Papstes in Ägypten wird von Gläubigen kontrovers gesehen. Einerseits begrüssten sie den Dialog, andererseits besteht die Sorge, dass die eigenen ägyptischen «Päpste» als Untergebene von Johannes Paul II. angesehen werden könnten.

(sda)

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