Dem Serbenführer droht lebenslange Haft
Der Prozess gegen Milosevic hat begonnen
publiziert: Dienstag, 12. Feb 2002 / 12:37 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 12. Feb 2002 / 14:23 Uhr

Den Haag - In Den Haag ist der Prozess gegen den ehemaligen jugoslawischen Präsidenten Slobodan Milosevic im Gange. Milosevic muss sich vor dem Tribunal wegen Kriegsverbrechen im Kosovokonflikt verantworten. Zu Beginn des Prozesses bezeichnete Chefanklägerin Carla Del Ponte persönliche Machtgier als Motiv für alle Verbrechen, die Milosevic zur Last gelegt werden.

Slobodan Milosevic.
Slobodan Milosevic.
Man solle keine Ideale hinter den Taten suchen, die ihm vorgeworfen werden.
Milosevic sei es "nicht um Überzeugungen, nicht um Patriotismus oder Ehre" gegangen, sondern "nur um seine eigene Macht", sagte Del Ponte vor dem UNO-Krigesverbrechertribunal in Den Haag.

Der Prozess gegen Milosevic sei das wichtigste Verfahren überhaupt in der Geschichte des Tribunals, betonte die schweizerische Chefanklägerin. Damit erfülle der Gerichtshof die Aufgabe, für die er gegründet worden sei.

Milosevic folgte den Ausführungen in englischer Sprache mit unbewegter Miene. Zu Wort kommen wird der 60-jährige wohl erst morgen. Milosevic hatte zuvor das Gericht wiederholt als illegal und die Anklage als Verschwörung des Westens bezeichnet. Zudem hatte er es abgelehnt, einen Strafverteidiger zu benennen.

Milosevic werden Völkermord im Bosnien-Krieg 1992-1995 sowie Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Kroatien 1991-1992 und in der südserbischen Provinz Kosovo 1999 zur Last gelegt. Im Falle einer Verurteilung droht Milosevic lebenslange Haft.

(sk/sda)

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