Der Staat fordert laut vielen Schweizern zuviel
publiziert: Donnerstag, 15. Jul 2004 / 07:35 Uhr

Zürich - Nach der neusten UNIVOX-Erhebung der gfs-zürich sind 43 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer der Ansicht, dass der Staat mehr verlange, als er an sie zurückgebe. Zur Lösung der Finanzprobleme votieren fast zwei Drittel für die Ausgabenkürzung.

Zwei Drittel der Schweizer wollen die Ausgaben gekürzt haben.
Zwei Drittel der Schweizer wollen die Ausgaben gekürzt haben.
Als Sparpräferenz nannten 66 Prozent der 714 Befragten die Verwaltung, wie es in der UNIVOX-Studie zu den Staatsfinanzen heisst. 49 Prozent sehen bei der Landesverteidigung und 35 Prozent bei Finanzausgaben Sparmöglichkeiten.

Zur Lösung der Finanzierungsprobleme der Staatstätigkeit werden unterschiedliche Ansätze von der Bevölkerung bevorzugt, wie die Autoren der Studie weiter festhalten. So soll die Defizitreduktion laut 70 Prozent der Befragten über eine Kürzung der Ausgaben erfolgen. Lediglich neun Prozent votieren für Steuererhöhungen.

Bei der Finanzierung der AHV dagegen soll der Schwerpunkt nach Ansicht von 45 Prozent der Befragten auf der Erhöhung der Einnahmen liegen. 27 Prozent können sich vorstellen, dass das Rentenalter erhöht oder Leistungen abgebaut wird.

Bezüglich der Krankenkassen möchten 43 Prozent, dass der Leistungskatalog abgebaut wird. Nur 25 Prozent sehen Prämienerhöhungen als adäquates Mittel zur Finanzierung der Kassen.

Grundsätzlich attestiert mehr als die Hälfte der Befragten den Gemeinden einen besseren Umgang mit den Finanzen als dem Bund und den Kantonen.

(fest/sda)

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