Der US-Ölpreis hat sich eingependelt
publiziert: Dienstag, 2. Mai 2006 / 08:27 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 2. Mai 2006 / 09:35 Uhr

Riad/Singapur - Der US-Ölpreis hat sich nach dem kräftigen Kursschub zu Wochenbeginn bei der Marke von 74 Dollar eingependelt.

Die Lage im Iran lässt den Ölpreis unberechenbar erscheinen.
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Im asiatischen Handel legte der Preis für ein Fass (159 Liter) der US-Sorte WTI mit Auslieferung im Juni um sieben Cent auf 73,77 Dollar zu. Der Ölpreis nähert sich damit wieder dem am 21. April erreichten Rekordhoch von 75,35 Dollar.

Händler begründeten den jüngsten Ölpreisschub mit der Sorge vor einer neuerlichen Verschärfung des Iran-Konflikts sowie mit der Ankündigung des linksgerichteten Präsidenten von Bolivien, Evo Morales, die Erdöl- und Erdgasvorkommen seines Landes zu verstaatlichen. «Die Lage im Iran bleibt für den Ölmarkt bestimmend», sagte Stratege Dariusz Kowalczyk von CFC Seymour Securities.

Saudi Arabien senkt Ölpreis

Trotz der Rekordstände an den Weltmärkten hat der weltgrösste Produzent Saudi-Arabien den Ölpreis im Inland um rund 30 Prozent gesenkt.

Um den Lebensstandard der Menschen zu erhöhen, solle der Preis für den Liter von umgerechnet rund 19 Cent auf rund 14 Cent gesenkt werden, teilte der saudiarabische König Abdullah in einem Dekret mit. Der Erlass, der ab Montag gültig sein soll, senkt auch den Benzinpreis um 25 Prozent auf 16 Cent und den Preis für Diesel um 35 Prozent auf knapp fünf Cent.

(fest/sda)

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