Der britische Premier Blair ist in Basra eingetroffen
publiziert: Donnerstag, 29. Mai 2003 / 09:56 Uhr

Basra - Als erster Regierungschef der verbündeten Streitkräfte seit dem Irak-Krieg ist der britische Premierminister Tony Blair in Irak eingetroffen. In Basra stehen diverse Gespräche auf dem Programm.

Unter anderem will er sich mit hochrangingen militärischen und zivilen Vertretern treffen. Auch soll Blair mit dem US-Zivilverwalter Paul Bremer und dem britschen Gesandten John Sawers zusammentreffen.

In London erhob der frühere britische Aussenminister Robin Cook Vorwürfe gegen Grossbritannien und die USA wegen der ausbleibenden Beweise für irakische Massenvernichtungswaffen. Er forderte eine parlamentarische Untersuchungskommission.

Wenn Donald Rumsfeld nun zugibt, dass die Waffen nicht dort sind, ist die Wahrheit, dass sie wahrscheinlich schon seit langem nicht mehr dort gewesen sind, sagte Cook gegenüber dem britischen Radiosender BBC.

Die USA und Grossbritannien hätten den Irak-Krieg mit einem drohenden Angriff Iraks mit Massenvernichtungswaffen gerechtfertigt, begründete Cook seine Forderung.

Am Mittwoch hatte US-Verteidigungsminister Rumsfeld erstmals die Möglichkeit eingeräumt, dass in Irak keine Massenvernichtungswaffen gefunden werden. Es könne sein, dass das irakische Regime die Waffen vor dem Krieg zerstört habe.

(bsk/sda)

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