Der nächste Schritt im WM-Prozess
publiziert: Mittwoch, 8. Apr 2009 / 08:17 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 9. Apr 2009 / 08:17 Uhr

Die Schweizer Nationalmannschaft bestreitet heute in Olten (20.00 Uhr) das dritte von sieben Länderspielen der unmittelbaren WM-Vorbereitung und das erste von zwei gegen Finnland.

Ralph Krueger: «Es ist gut, dass jetzt wieder ein starker Gegner kommt, der jeden Fehler aufzeigen wird.»
Ralph Krueger: «Es ist gut, dass jetzt wieder ein starker Gegner kommt, der jeden Fehler aufzeigen wird.»
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Die Schweizer nehmen die schwierige Aufgabe mit viel Selbstvertrauen in Angriff, nachdem sie am vergangenen Donnerstag in Malmö mit 3:2 den ersten Auswärtssieg gegen Schweden überhaupt gefeiert haben. Auch sonst war die Reise nach Skandinavien ein voller Erfolg.

«Die letzte Woche war sehr angenehm, hat viel Spass gemacht», blickte Nationaltrainer Ralph Krueger zurück. Sie hätten in Karlskrona und Malmö eine unglaubliche Eishockey-Kultur erlebt. «Der Besuch in Schweden war für die Spieler bereichernd, wie er es immer ist, wenn wir die Topnationen besuchen dürfen. Es ist etwas Spezielles», fuhr er fort.

Der nächste starke Gegner

Mit Finnland bekommen es die Schweizer mit einem weiteren Gegner aus dieser Kategorie zu tun. Krueger rechnet mit einer frechen finnischen Offensive. «Sie spielen sehr gerne mit der Scheibe und sind sehr schnell im Transition-Game», erklärte der Deutsch-Kanadier. «Es ist aber gut, dass jetzt wieder ein starker Gegner kommt, der jeden Fehler aufzeigen wird und der eine unglaubliche Schnelligkeit mitbringt.»

Die Nationalmannschaft trifft in Olten zum 50. Mal auf die Finnen, in deren aktuellem Kader mit Petteri Nummelin (Lugano) und Janne Niinimaa (SCL Tigers) auch zwei «Schweizer» figurieren. Die Statistik spricht mit 13 Siegen gegenüber 34 Niederlagen eine deutliche Sprache, mit Ausnahme des 3:2-Erfolges am 15. April 2005 brachte das Krueger-Team in vier der letzten fünf Duelle keinen Treffer zu Stande. Das Gesamtskore der letzten drei Begegnungen lautet 0:8.

«Ständige Weiterentwicklung»

Selbstredend wollen die Schweizer diese Bilanz verbessern, doch das Resultat spielt für Krueger nicht die zentrale Rolle. Für ihn ist der Prozess entscheidend, der am 23. März mit dem ersten Einrücken auf der Lenzerheide begonnen hat. Deshalb gibt es für ihn nicht einen Hauptpunkt für diese Woche.

«Es ist eine ständige Weiterentwicklung. Nun haben wir neue Spieler (die Freiburger Sandy Jeannin, Julien Sprunger und Valentin Wirz, die Red.) dazubekommen. Es gilt, sie in ihren Rollen zu testen und zu integrieren. Das ist der Prozess, den wir jede Woche angehen werden», so Krueger. Sie seien an der ständigen Entwicklung aller taktischen Abteilungen. Und dann werde auch die Kondition weiter aufgebaut, damit sie am Ende das beabsichtigte physische Spiel machen können.

Mit dem Einrücken des Freiburger Trios am Montag in Kreuzlingen wurde insbesondere in der Offensive der Konkurrenzkampf weiter angeheizt; derzeit gehören 16 Stürmer dem Kader an. Die Spieler seien den starken Konkurrenzkampf gewohnt, sagte Krueger. «Es sind erfahrene Leute hier, die den Prozess kennen. Sie wissen, dass der ehrliche Einsatz und die jetzige Form entscheiden werden.»

Krueger mit dem Kader zufrieden

Massgebend sei alleine die Leistung auf dem Eis. Daneben oder sonst im Team würden alle seit dem ersten Tag super arbeiten. «Sie kämpfen hart aber ehrlich miteinander. Grundsätzlich ist diese Mannschaft im Moment an einem sehr guten Punkt.»

Ob die nächste Kaderreduktion bereits nach dem zweiten Spiel gegen Finnland am Samstag in Kreuzlingen erfolgen wird, liess Krueger offen. «Das ist nicht unbedingt zwingend. Kommt darauf an, was im Playoff-Final passiert. Wir haben jetzt zwei Dreitages-Pakete. Das erste ist total fokussiert auf das Spiel am Mittwoch», berichtete der Nationalcoach. Am Donnerstag würden sie die drei bisherigen Spiele bewerten und dann die zweite aus drei Tagen bestehende Phase angehen. Auf die Aussichten einzelner Spieler liess sich Krueger nicht ein: «Ich spreche nie über Chancen.»

(Sascha Fey, Kreuzlingen/Si)

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