Der zweite Frühling mit 34 Jahren
publiziert: Freitag, 7. Jul 2006 / 09:22 Uhr

Es ist nicht davon auszugehen, dass Jonas Björkman (ATP 59) heute Roger Federer auf dem Weg zu dessen viertem Wimbledontitel in Serie stoppen kann. Der Schwede hat seine Ziele in diesem Turnier aber eh weit übertroffen.

Jonas Björkman: «Ich wäre vor Turnierbeginn schon froh gewesen, die erste Runde zu überstehen.»
Jonas Björkman: «Ich wäre vor Turnierbeginn schon froh gewesen, die erste Runde zu überstehen.»
Jonas Björkman hat meist ein Lachen auf den Lippen und wohl auch schon jeden Tennisspieler zum Lachen gebracht. Die Imitiationen des Schweden sind unerreicht: Wenn er das Aufschlagprozedere von Boris Becker (inklusive des lange charakteristischen Hustens) oder John McEnroe (inklusive des Kopfabtrocknens an der Schulter) nachmacht, dann bleibt kein Auge trocken.

Björkman hat aber nicht nur komödiantisches Talent: Er ist einer der wenigen Spieler, die sowohl im Einzel als auch im Doppel die Top 5 erreicht haben. Gerade im Doppel ist er extrem stark: Neben seinen 6 Titeln im Einzel und der Halbfinal-Qualifikation beim US Open 1997 hat er nicht weniger als 47-mal im Doppel triumphiert. Heuer sorgte er für die meisten Schlagzeilen, als er sich in San Jose das Siegerpreisgeld zusammen mit John McEnroe abholte.

Seine vielen Erfolge im Doppel brachten ihn in die Einzel-Bredouille. Der Mann aus Växjö, derselben Stadt, aus der Mats Wilander stammt, rutschte bis auf Platz 129 ab, ehe er im letzten Herbst mit dem Titel in Ho-Chi-Minh-Stadt die erneute Trendwende zum Guten einleitete. «Vor diesem Turnier dachte ich schon, ich werde mich künftig vielleicht aufs Doppel beschränken müssen», so «Juuunas».

Ziele weit übertroffen

Björkman ist ein guter Allrounder mit einem klassischen Serve-and-Volley, starken Flugbällen und Returns, aber Schwächen von der Grundlinie aus. Er hat allerdings nicht viel Druck in den Schlägen und es ist kaum damit zu rechnen, dass er den herausragenden Federer dieser Tage wird gefährden können.

Er geht aber locker ins Spiel: «Ich hätte nie davon geträumt, hier die Halbfinals zu erreichen und da gegen den besten Spieler der Welt antreten zu dürfen. Ich wäre vor Turnierbeginn schon froh gewesen, die erste Runde zu überstehen.»

Federers rascher Reifeprozess

Federer und Björkman kennen und verstehen sich gut und haben 2001 auch gemeinsam das Turnier in Rotterdam gewonnen. Die Erinnerungen Björkmans gehen noch weiter zurück: «Wir haben in Key Biscayne erstmals trainiert als er 16 oder 17 war. Er hat damals im Training fast abgeschenkt. Ich habe gedacht, was ist das für ein Junge? Er war nicht bereit.»

Wie viele andere musste auch Björkman sein Urteil rasch revidieren: «Schon ein Jahr später war er sehr reif. Jetzt ist er die perfekte Nummer 1, auf und neben dem Court.» Falls Federer dies auch heute zeigt, wird Björkman das Lachen dennoch nicht vergehen.

(von Marco Keller, Wimbledon/Si)

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