Tat mit äusserster Brutalität
Details von Vierfachmord in Rupperswil liegen noch im Dunkeln
publiziert: Sonntag, 3. Jan 2016 / 12:24 Uhr
Die 48-jährige Mutter kurz vor dem Tatzeitpunkt beim Bargeldbezug.
Die 48-jährige Mutter kurz vor dem Tatzeitpunkt beim Bargeldbezug.

Rupperswil AG - Auch zwei Wochen nach dem brutalen Vierfachmord in Rupperswil AG haben die Behörden noch keine weiteren Details über die Tat bekannt gemacht. Die gemeinsamen Ermittlungsarbeiten von Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft liefen auch über die Festtage auf Hochtouren.

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Es gebe zur Zeit keine neuen Informationen, die man kommunizieren könne, teilte der für den Fall zuständige Oberstaatsanwalt Philipp Umbricht auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda mit. Auch ein Zeitpunkt, an dem die Behörden mit Informationen an die Öffentlichkeit treten wollen, ist noch nicht bekannt.

Aus Wohnungsbrand wurde Gewaltverbrechen

Das Drama war am späten Morgen des 21. Dezember nach und nach bekannt geworden. Was zunächst als harmloser Wohnungsbrand in einem Einfamilienhausquartier aussah, entpuppte sich als Gewaltverbrechen von einer besonderen Dimension und Brutalität.

Bei den Löscharbeiten wurden im Innern des Hauses vier Leichen gefunden. Schnell wurde klar, dass die vier Personen nicht Opfer der Flammen waren, sondern zuvor einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen waren.

Bei den Opfern handelte es sich um eine 48-jährige Frau, deren Söhne im Alter von 13 und 19 Jahren sowie die 21-jährige Freundin des älteren Sohnes. Alle wiesen Stich- oder Schnittverletzungen aus. Ein vorsätzlich gelegter Brand sollte die Spuren verwischen.

Eines der Opfer hob zweimal Geld ab

Zugleich tauchten Bilder auf, welche die Mutter kurz vor dem Tatzeitpunkt beim Bargeldbezug in zwei verschiedenen Banken zeigen: in der Hypothekarbank Lenzburg in Rupperswil und in der Filiale der Aargauischen Kantonalbank in Wildegg. Dies nährte den Verdacht auf Erpressung.

Weil die Tat mit äusserster Brutalität und vermutlich von mehreren Personen durchgeführt wurde, streckten die Aargauer Untersuchungsbehörden die Fühler auch international aus. In der Folge drangen allerdings nur noch wenig Informationen über die Fortschritte bei der Lösung des Falls an die Öffentlichkeit.

Oberstaatsanwalt Philipp Umbricht hatte allerdings kurz nach Weihnachten in einem Interview versichert, dass die Behörden mehr wüssten, als sie preisgeben. Fachleute stellten derweil in den Medien mehrere Mordthesen auf, die von den Untersuchungsbehörden nicht kommentiert wurden.

(asu/sda)

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