Deutlich mehr Verkehrstote in der Innerschweiz
publiziert: Mittwoch, 18. Feb 2004 / 17:45 Uhr

Schwyz - Ein landesweiter Trend, aber in der Innerschweiz besonders ausgeprägt: Es gibt immer mehr schwere Verkehrsunfälle. Die Zahl der Verkehrstoten im Kanton Schwyz hat sich letztes Jahr verdoppelt. Jetzt gibt die Polizei Gegensteuer.

Ernüchternde Zahlen legte diese Woche der Schwyzer Regierungsrat Alois Christen, Vorsteher des Militär- und Polizeidepartementes, vor. Allen voran ist die Zunahme bei den Verkehrstoten markant.

Starben 2002 noch sieben Menschen auf Schwyzer Strassen, so waren es im vergangenen Jahr 14. Die Verdoppelung der Verkehrsopfer stimmt auch die Kantonspolizei Schwyz traurig. Man will jetzt Massnahmen ergreifen.

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Mehr Unfälle in der Innerschweiz

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Mit einer weiteren Aufstockung des Korps sollen in den nächsten Jahren noch häufiger Geschwindigkeitskontrollen gemacht werden. Aber nicht nur der Anstieg der Verkehrstoten bereitet der Kapo Schwyz Sorgen: Auch die Zahl der Unfallopfer, die mit leichten und schweren Verletzungen davon kamen, nahmen im Jahr 2003 zu.

101 Verkehrsteilnehmer verunfallten so im letzten Jahr schwer, 492 leicht. Im Vergleich: Ein Jahr zuvor gab es 77 Schwer- und 483 Leichtverletzte. Mit diesen Fakten ist es für die Kapo Schwyz kein Trost, dass sich die Zahl der Unfälle seit Jahren bei etwa 1200 - das heisst, es gibt alle 7,5 Stunden einen polizeilich registrierten Verkehrsunfall - einpendelt.

Schock sitzt tief

Regierungsrat Alois Christen zeigte sich "schockiert" über die Entwicklungen im Strassenverkehr. Es müsse dringend Gegensteuer gegeben werden. "So viele Verkehrstote können und wollen wir in Zukunft nicht mehr hinnehmen", so Christen.

Er forderte eine "massive Aufstockung" des Polizeikorps für die nächsten Jahre und mehr Geschwindigkeitskontrollen. Aber nicht nur die Toten und Verletzten auf Schwyzer Strassen bereiten dem Regierungsrat Sorgen, auch die stark angestiegenen Verzeigungen wegen Fahrens in angetrunkenem Zustand.

Waren es vor drei Jahren noch 364 Menschen, die wegen zu viel Alkohol im Blut gebüsst werden mussten, so waren es im Jahr 2003 bereits 540. Besonders schockierend für Christen: "Ein grosser Teil der verzeigten Lenker war sturzbetrunken und oftmals im jugendlichen Alter."

Sünder entlarven

"Die Kapo Schwyz hat im vergangenen Jahr einiges unternommen, um Verkehrssünder zu entlarven", sagt Regierungsrat Alois Christen. So habe man zum Beispiel während 446 Stunden (Vorjahr: 498 Stunden) Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt. Bei diesen Kontrollen wurden 109 649 Fahrzeuge gemessen, jeder zehnte Fahrzeuglenker war dabei mit übersetzter Geschwindigkeit unterwegs gewesen.

Alois Christen bedauert, dass man auf Grund der Personalknappheit nicht mehr Radarkontrollen durchführen konnte. "Das ist schade und unbefriedigend", sagte der Vorsteher des Militär- und Polizeidepartementes.

Denn seiner Meinung nach seien Geschwindigkeitskontrollen ein gutes Mittel, um potenzielle Verkehrssünder abzuschrecken. "Wir werden aber ab spätestens 2005 wieder mehr machen", versprach Christen. Man plane nämlich mehr "Blechpolizisten" und Einsätze mit den Messwagen.

(von Geri Holdener/news.ch)

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