Deutlicher Anstieg bei Koka- und Opiumanbau
publiziert: Donnerstag, 26. Jun 2008 / 21:11 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 26. Jun 2008 / 21:38 Uhr

Wien - Ein starker Anstieg beim Anbau von Opium und Koka sowie zunehmender Drogenmissbrauch in Entwicklungsländern drohen die Erfolge bei der weltweiten Drogenbekämpfung zunichtezumachen.

Vor allem  Drogenlieferungen aus Afghanistan und Kolumbien sind für den weltweiten Anstieg verantwortlich. (Symbolbild)
Vor allem Drogenlieferungen aus Afghanistan und Kolumbien sind für den weltweiten Anstieg verantwortlich. (Symbolbild)
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Zu diesem Schluss kommt der Weltdrogenbericht 2008 des Büros der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC), der in New York vorgelegt wurde.

Nach Angaben von UNODC-Direktor Antonio Maria Costa haben Drogenlieferungen aus Afghanistan und Kolumbien in jüngster Zeit stark zugenommen. Sie könnten aufgrund niedrigerer Preise und der grösseren Reinheit der Drogen die Abhängigkeitsrate in die Höhe treiben.

Stabilität schadet dem Drogengeschäft

Afghanistan hatte dem Report zufolge 2007 eine Rekordernte bei Opium, durch die sich die weltweite illegale Opiumproduktion innerhalb von zwei Jahren fast verdoppelte. Rund 80 Prozent davon würden in den fünf südlichen Provinzen angebaut, in denen die Taliban vom Drogenhandel profitierten.

Im übrigen Land gehe der Opiumanbau dagegen entweder dem Ende zu oder bewege sich auf einem niedrigeren Niveau. Grössere politische Stabilität und umfangreichere Wirtschaftshilfen trügen dazu bei, dass Opium aus vielen afghanischen Provinzen verschwinde.

Ungeachtet des bedeutenden Anstiegs beim Koka-Anbau blieb die Kokainproduktion laut UNODC 2007 in Kolumbien unverändert, da die Erträge insgesamt geringer ausfielen. In den vergangenen Jahren hat die kolumbianische Regierung dem Bericht zufolge die «im grossen Stil angelegten Koka-Felder durch massives Besprühen aus der Luft vernichtet».

(tri/sda)

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