Deutliches Ja für neue Verfassung in Ecuador
publiziert: Montag, 29. Sep 2008 / 08:35 Uhr / aktualisiert: Montag, 29. Sep 2008 / 15:19 Uhr

Quito - Ecuadors linker Präsident Rafael Correa hat bei einem Referendum eine eindrucksvolle Mehrheit für die von ihm angestrebte neue Verfassung erzielt.

«Heute hat Ecuador entschieden, ein neues Land sein zu wollen», so Correa. (Archivbild)
«Heute hat Ecuador entschieden, ein neues Land sein zu wollen», so Correa. (Archivbild)
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Nach Angaben mehrerer Umfrageinstitute stimmten am Sonntag zwischen 63 und 70 Prozent der Wähler für das neue Grundgesetz, das Correa weitreichende Vollmachten einräumt.

Das Land rückt damit noch näher an die Positionen von Venezuela und Bolivien, die im Bemühen um mehr soziale Gerechtigkeit ebenfalls auf mehr Staat, eine grössere Kontrolle der Wirtschaft und eine Erhöhung der Sozialausgaben setzen.

Noch bevor offizielle Ergebnisse veröffentlicht wurden, erklärte sich Correa in seiner Heimatstadt Gauyaquil zum Sieger des Referendums. «Dies ist ein überwältigender Triumph für das ecuadorianische Volk und das Ende dieser unheilvollen neolibralen Zeit», sagte der Präsident.

Die neue Verfassung legt nach seinen Worten die Grundlagen für eine «Bürgerrevolution», die in einen «Sozialismus des 21. Jahrhunderts» münden soll.

Ablehnung in Guayaquil

Correas schärfster Widersacher, der Bürgermeister von Guayaquil, Jaime Nebot, hob jedoch hervor, dass die Verfassung in seiner Stadt den Prognosen zufolge abgelehnt wurde. Die Hafenstadt am Pazifik ist die grösste Stadt des Landes und das wirtschaftliche Herz Ecuadors.

Die Verfassung sieht ein kostenloses Gesundheitssystem vor, ausserdem eine kostenlose Bildung sowie eine direktere Form der Demokratie durch Bürgerbeteiligung. Nach Auffassung der Opposition werden dem Präsidenten jedoch zu grosse Vollmachten eingeräumt.

(dl/sda)

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