Deutsche Katze an Vogelgrippe gestorben
publiziert: Dienstag, 28. Feb 2006 / 19:30 Uhr

Riems - Erstmals seit Ausbruch der Vogelgrippe ist das gefährliche Virus H5N1 in Europa bei einem Säugetier gefunden worden: Eine tote Katze auf der deutschen Ostseeinsel Rügen war mit dem Erreger infiziert.

Die Katze war am vergangenen Wochenende aufgefunden worden.
Die Katze war am vergangenen Wochenende aufgefunden worden.
11 Meldungen im Zusammenhang
Weiterführende Links zur Meldung:

Bundesamt für Veterinärwesen BVET
Die häufigsten Fragen zur Vogelgrippe, Hotline.
www.bvet.admin.ch/01399/index.html?lang=de&PHPSESSID=b14985f8813a69b3b59c031ac42e5a1c

Bundesamt für Gesundheit (BAG)
Informationen über die Vogelgrippe (Influenza A H5N1), Hotline.
www.bag.admin.ch/infekt/vogelgrippe/d/index.htm

Ob es sich um den aggressiven Asia-Stamm handelt, an dem auch Menschen in Asien erkrankten und starben, wird noch untersucht. Die lokalen Behörden riefen Haustierhalter in Vogelgrippe-Sperrbezirken zu besonderen Schutzmassnahmen auf. Der deutsche Krisenstab tagt am Mittwoch, um über die Konsequenzen des Falles zu beraten.

Die Katze wurde am Wochenende in der Nähe der Wittower Fähre auf Rügen gefunden. Dort war vor zwei Wochen erstmals H5N1 bei verendeten Wildvögeln entdeckt worden.

Keine erhöhte Gefahr

Nach Einschätzung des Influenza-Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Klaus Stöhr, bedeutet das Überspringen des Virus auf eine Katze keine erhöhte Gefahr für den Menschen.

«Das bedeutet nicht, dass sich das Virus leichter verändert oder leichter auf den Menschen überträgt», sagte er. Seit Dezember 2003 wurden laut WHO weltweit 173 Infektionen bei Menschen bekannt, 93 Patienten starben.

Bekanntes Infektions-Risiko

Laut dem Präsidenten des deutschen Friedrich-Loeffler-Instituts für Tiergesundheit, Thomas Mettenleiter, wurde bisher eine Ansteckung von Menschen durch infizierte Katzen nicht nachgewiesen. Dass sich Katzen infizieren können, wenn sie infizierte Vögel fressen, sei seit längerem aus Asien bekannt.

Nach Angaben des Instituts starben in den vergangenen Jahren in Asien mehrere Grosskatzen in Zoos, die mit infiziertem Geflügel gefüttert worden waren. Auch Hauskatzen erwiesen sich als empfänglich für den Erreger.

Bei Anzeichen schwerer Erkältungen bei Katzen, die Freilauf in Gebieten mit H5N1 bei Wildvögeln hatten, sollte der Tierarzt aufgesucht werden. Infektionen seien bisher aber sehr selten, da Katzen gewöhnlich keine Aasfresser seien und es daher nicht auf tote Vögel abgesehen hätten.

(bert/sda)

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