Falsch deklariert
Deutsche Konsumentenministerin will Eier-Skandal rasch aufklären
publiziert: Montag, 25. Feb 2013 / 10:28 Uhr
Verdachts auf falsch deklarierte Eier aus Freiland- und Bio-Haltung. (Symbolbild)
Verdachts auf falsch deklarierte Eier aus Freiland- und Bio-Haltung. (Symbolbild)

Berlin/Brüssel - Die deutsche Konsumentenministerin Ilse Aigner (CSU) hat zu einer zügigen Aufklärung des Verdachts auf falsch deklarierte Eier aus Freiland- und Bio-Haltung aufgerufen. Wenn sich die Vorwürfe bewahrheiteten, gehe es um Betrug im grossen Stil, erklärte Aigner am Montag.

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Aigner verwies darauf, dass Vorgaben an Bio-Betriebe sehr streng seien und strikt eingehalten werden müssten. Es nütze nichts, wenn Bund und EU immer weiter Gesetze verschärften. «Die zuständigen Kontrollbehörden der Bundesländer müssen diese Gesetze auch überwachen», sagte Aigner.

Der «Spiegel» hatte am Wochenende berichtet, die Staatsanwaltschaft Oldenburg sei einem gross angelegten Betrug mit Bio-Eiern auf der Spur: Hunderte Betriebe missachteten offenbar systematisch die Vorschriften bei der Haltung von Legehennen. Sie hielten demnach deutlich mehr Hühner in ihren Ställen als erlaubt und verkauften Millionen von Eiern fälschlich als Bio-Eier.

Hunderte Durchsuchungen

Laut «Spiegel» fanden offenbar hunderte Durchsuchungen statt; die Staatsanwaltschaft bestätigte dem Magazin, sie ermittle gegen 150 Betriebe in Niedersachsen. 50 Verfahren seien an Staatsanwaltschaften in anderen Bundesländern abgegeben worden, vor allem in Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern.

Auch in Belgien und den Niederlanden seien Betriebe betroffen, berichtete das Magazin. Ermittelt werde wegen Betrugs sowie Verstössen gegen das Lebensmittel- und das Öko-Landbaugesetz. Womöglich missachteten die Betriebe dem Bericht zufolge auch Tierschutzvorschriften und Umweltgesetze.

(hä/sda)

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