Deutsche Praxis-Ärzte streiken
publiziert: Mittwoch, 18. Jan 2006 / 19:51 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 18. Jan 2006 / 21:01 Uhr

Berlin - In Deutschland haben die Proteste der Ärzte einen Höhepunkt erreicht. Im ganzen Land blieben zehntausende Praxen geschlossen.

Die Lage der Kassenpraxen habe sich dramatisch verschlechtert.
Die Lage der Kassenpraxen habe sich dramatisch verschlechtert.
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In Berlin zogen 20 000 Ärzte aus ganz Deutschland in einer Demonstration zum Gesundheitsministerium.

Die Ärzte protestieren gegen eine aus ihrer Sicht zu schlechte Vergütung und zu viel Bürokratie. Wegen der Ausgaben-Begrenzungen im Gesundheitswesen sieht die Kassenärztliche Bundesvereinigung fast ein Drittel der deutschen Arztpraxen vom Bankrott bedroht.

Die Kritik richtet sich auch gegen schlechte Arbeitsbedingungen vor allem für die Ärzte in Ostdeutschland sowie gegen unbezahlte Mehr- Arbeit. Auf Widerstand stösst auch die Regelung, dass Kassenärzte beim Überschreiten ihres Budgets aus eigener Tasche zuzahlen sollen.

Warnung vor Unterversorgung

Ein Vertreter der Freien Ärzteschaft erklärte, die Lage der Kassenpraxen habe sich dramatisch verschlechtert. Die Praxen ersticken in Bürokratie. Immer mehr Arzt-Praxen würden regelrecht «verhungern», vor allem in Ostdeutschland. Ärztepräsident Jörg- Dietrich Hoppe warnte vor einer Unterversorgung der Patienten.

Gesundheitsministerin Ulla Schmidt warf den Ärzte-Funktionären «verbale Übertreibungen» vor. Man könne nicht generell von einer Misere sprechen. Einen Teil des Ärgers könne sie indes «sehr gut verstehen». Verantwortlich für zu viel Bürokratie und eine teilweise ungerechte Honorar-Verteilung sei aber primär die Ärzte- Selbstverwaltung.

(bert/sda)

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