Abkommen bringt Milliardensegen
Deutsche Regierung rechnet mit Milliarden durch Steuerabkommen
publiziert: Donnerstag, 30. Aug 2012 / 17:54 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 30. Aug 2012 / 19:11 Uhr
Das Bundesland Nordrhein-Westfalen, welches das Steuerabkommen ablehnt, würde 1,6 Milliarden Euro erhalten. (SYmbolbild)
Das Bundesland Nordrhein-Westfalen, welches das Steuerabkommen ablehnt, würde 1,6 Milliarden Euro erhalten. (SYmbolbild)

Berlin - Das umstrittene Steuerabkommen mit der Schweiz würde Deutschland Einnahmen in Milliardenhöhe bringen. Das zeigen Berechnungen des deutschen Finanzministeriums, die am Donnerstag publik wurden.

7 Meldungen im Zusammenhang
Alleine durch die Nachbesteuerung von Schwarzgeld würden gemäss Modellrechnung zehn Milliarden Euro nach Deutschland fliessen. Davon würden knapp 70 Prozent den Bundesländern und Gemeinden zukommen. Das Bundesland Nordrhein-Westfalen, welches das Steuerabkommen ablehnt, würde 1,6 Milliarden Euro erhalten.

An zweiter Stelle folgt Bayern mit 1,4 Milliarden Euro und Baden-Württemberg mit fast 1,2 Milliarden Euro, wie aus der Modellrechnung des deutschen Finanzministeriums hervorgeht, die der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag vorlag.

Das Abkommen sieht für deutsches Schwarzgeld auf Schweizer Banken eine pauschale, anonyme und endgültige Nachbesteuerung vor. Der Steuersatz beträgt 21 bis 41 Prozent, je nach Höhe des Vermögens. Mit der Nachbesteuerung würden die Gelder legalisiert.

Auch künftige Besteuerung bringt Milliarden

Auch die künftige Besteuerung von deutschen Geldern auf Schweizer Konten dürfte dem deutschen Staat jährlich bis zu 1,2 Milliarden Euro in die Kasse spülen, wie aus der Modellrechnung weiter hervorgeht. Das Abkommen sieht auf Kapitalerträgen einen Steuersatz von 26,375 Prozent vor.

Die Einkommen aus Erbschaften beziffert die Modellrechnung mit jährlich 1,3 bis 2 Milliarden Euro. Das Abkommen legt fest, dass Erbschaften entweder der deutschen Finanzverwaltung gemeldet oder mit 50 Prozent belastet werden.

Ob das Abkommen jedoch wie vorgesehen per Anfang 2013 in Kraft treten kann, ist höchst unsicher. Wegen des Widerstandes der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) droht in der deutschen Länderkammer, dem Bundesrat, ein Scheitern. Dort hat die Regierungskoalition von CDU und FDP nicht die nötige Mehrheit.

In der Schweiz sammeln die Aktion für eine unabhängige und neutrale Schweiz (AUNS), die Jungsozialisten JUSO und weitere Gruppierungen Unterschriften gegen das Abkommen. Falls das Referendum zustande kommt, wird am 25. November an der Urne darüber abgestimmt.

(knob/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Das geplante Steuerabkommen zwischen der Schweiz und Deutschland geht dem früheren Bundeskanzler Gerhard Schröder zu ... mehr lesen
Gerhard Schröder versteht nicht, dass die Schweiz ihre Strategie beim Bankgeheimnis nicht ändert.
Düsseldorf - Die deutsche Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger will den Ankauf und die Auswertung von ... mehr lesen
Die deutsche Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger.
Frank-Walter Steinmeier: «Das verhandelte Steuerabkommen ist erledigt.»
Berlin - Die deutsche SPD scheint entschlossen, das Steuerabkommen zwischen Deutschland und der Schweiz zu Fall zu bringen. Der ... mehr lesen 2
Vaduz FL - Beim umstrittenen Steuerabkommen zwischen der Schweiz und Deutschland gibt es keine Nachverhandlungen. Das ... mehr lesen 1
Didier Burkhalter
Weitere Artikel im Zusammenhang
Bern - Trotz schwindender Chancen, dass das Steuerabkommen zwischen der Schweiz und Deutschland im deutschen ... mehr lesen
Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf.
Der eritreische Staat treibt von Landsleuten in der Schweiz offenbar Steuern ein. (Archivbild)
Der eritreische Staat treibt von Landsleuten in der ...
Flüchtlinge  Bern - Der eritreische Staat treibt von Landsleuten in der Schweiz offenbar Steuern ein. Ob das illegal ist, steht indes noch nicht fest. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. 1
Informationen über Steuersünder  Bern - Künftig soll auch Italien auf Anfrage Informationen über Steuersünder erhalten. Der ...  
Das Änderungsprotokoll, über das das Parlament befinden kann, erleichtert es italienischen Bürgerinnen und Bürgern mit Bankkonten in der Schweiz, am italienischen Selbstanzeigeprogramm teilzunehmen. (Archivbild)
Rückgang in der Vermögensverwaltung  Zürich - Die Bank Julius Bär hat im Halbjahr einen Rückgang der verwalteten Vermögen und einen Gewinneinbruch erlitten. Gründe dafür sind die Frankenstärke respektive die Rückstellung für die erwartete Strafzahlung im Steuerstreit mit den USA.  
Titel Forum Teaser
  • Kassandra aus Frauenfeld 1487
    Nur kein Ticket! Unser aller Schäfchen würde doch glatt erwischte Schwarzfahrer ohne ... heute 16:07
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3272
    Konkret "Eine syrische Flüchtlingsfamilie und ein Mann aus Afghanistan ... heute 13:00
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3272
    Der... britische Europaparlamentarier Nigel Farage (UKIP) rief kürzlich im ... heute 09:03
  • keinschaf aus Wladiwostok 2721
    Lügnerverein STS "Nach Angaben des STS verschwinden jedes Jahr Tausende Haustiere ... heute 01:53
  • keinschaf aus Wladiwostok 2721
    Tickets für... Schwarzfahrer? lach Ja, in Frauenfeld vielleicht. Dort wohnen ja ... heute 01:13
  • Kassandra aus Frauenfeld 1487
    Schwarzfahrer im öffentlichen Verkehr? Ach, das Schäfchen fährt offensichtlich auch im eigenen Auto schwarz? ... heute 00:15
  • keinschaf aus Wladiwostok 2721
    Für Schweizer bitte auch!! Das wäre doch auch für die Schwarzfahrer im öffentlichen Verkehr eine ... gestern 20:29
  • PMPMPM aus Wilen SZ 203
    Asyl nur noch an der Grenze...? Das lädt direkt zum Missbrauch ein, wenn man ein Asylgesuch dann ... gestern 18:28
Wettbewerb
Unvergessliche Momente auf der OCHSNER SPORT CLUB Fanbank.
Hautnah dabei  OCHSNER SPORT CLUB bringt dich hautnah an die Stars der Super League.
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
DI MI DO FR SA SO
Zürich 20°C 20°C bewölkt, Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Basel 17°C 19°C leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
St.Gallen 20°C 24°C leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Bern 19°C 22°C bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Luzern 19°C 25°C bewölkt, Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Genf 19°C 22°C bewölkt, wenig Regen bewölkt bewölkt bewölkt bewölkt bewölkt
Lugano 20°C 26°C leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen
mehr Wetter von über 6000 Orten