Deutsche Soldaten-Gräber in Frankreich geschändet
publiziert: Sonntag, 8. Jul 2012 / 09:27 Uhr / aktualisiert: Montag, 9. Jul 2012 / 09:23 Uhr
40 Grabsteine und Kreuze eines Militärfriedhofs bei Reims wurden von Unbekannten herausgerissen. (Symbolbild)
40 Grabsteine und Kreuze eines Militärfriedhofs bei Reims wurden von Unbekannten herausgerissen. (Symbolbild)

Paris - Einen Tag vor dem Besuch der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel im nordfranzösischen Reims haben Unbekannte in unmittelbarer Nähe rund 40 Gräber von deutschen Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg geschändet.

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Innenminister Manuel Valls erklärte in Paris, die Schändung der Gräber auf dem Militärfriedhof des kleinen Ardennen-Dorfes Saint-Étienne-à-Arnes sei «unerträglich». Es werde alles daran gesetzt, die Verantwortlichen ausfindig zu machen.

Nach ersten Angaben der Ermittler wurden rund 40 Grabsteine und Kreuze herausgerissen, einige von ihnen wurden verbrannt. Das Bürgermeisteramt des Dorfes habe die Polizei am Samstagnachmittag verständigt.

Im 40 Kilometer westlich davon gelegenen Reims wollen Merkel und der französische Präsident François Hollande am Sonntag an das historische Treffen ihrer Amtsvorgänger Konrad Adenauer und Charles de Gaulle vor 50 Jahren erinnern.

Die Zerstörung der Gräber kurz vor diesem Treffen sei «nicht hinnehmbar», erklärte das französische Innenministerium. Am Sonntag werde dort ein Kranz niedergelegt, um «das unerschütterliche Festhalten der Republik an der deutsch-französischen Freundschaft zu markieren».

Adenauer und de Gaulle hatten sich am 8. Juli 1962 in Reims getroffen und in der Kathedrale der Stadt an einer «Messe für den Frieden» teilgenommen. Wenige Monate später unterzeichneten sie den Elysée-Vertrag, der die Aussöhnung Deutschlands und Frankreichs besiegelte.

(asu/sda)

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