Deutsche wollen kein Comeback von Guttenberg
publiziert: Mittwoch, 29. Feb 2012 / 11:46 Uhr
Karl-Theodor zu Guttenberg ist bei den Deutschen nicht mehr erwünscht.
Karl-Theodor zu Guttenberg ist bei den Deutschen nicht mehr erwünscht.

Berlin - Ein Jahr nach dem Rücktritt des deutschen Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg ist eine Mehrheit der Deutschen gegen ein Comeback. Der CSU-Politiker musste wegen einer Plagiatsaffäre um seine Dissertation gehen.

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Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Nachrichtenagentur dpa unterstützen nur 34 Prozent eine Rückkehr des 40-Jährigen in die Bundespolitik, 51 Prozent sind eher dagegen. Allerdings wird die Arbeit Guttenbergs als Verteidigungsminister immer noch relativ positiv eingeschätzt.

Nur 23 Prozent der Befragten halten seinen Nachfolger Thomas de Maizière für den besseren Mann auf diesem Regierungsposten. 35 Prozent meinen dagegen, Guttenberg habe den besseren Job gemacht. 39 Prozent machten dazu keine Angaben.

Eine Mehrheit der Befragten (53 Prozent) traut de Maizière auch das Amt des Bundeskanzlers, für das er immer mal wieder ins Spiel gebracht wird, nicht zu. Nur 23 Prozent halten ihn für geeignet als Regierungschef.

Rücktritt im März 2011

Guttenberg war am 1. März 2011 zurückgetreten, weil er in seiner juristischen Doktorarbeit zahlreiche Passagen von anderen Autoren übernommen hatte, ohne dies zu kennzeichnen. Inzwischen lebt er in den USA und ist dort für die Denkfabrik CSIS tätig. Zudem berät er die EU-Kommission in Sachen Internet.

Dass Guttenberg noch einmal ins Kabinett berufen werden könnte, glauben laut YouGov-Umfrage nur 31 Prozent. 57 Prozent halten das für unwahrscheinlich. Einer von Guttenberg neugegründeten Partei würden nur 23 Prozent Chancen einräumen. Für die Umfrage wurden zwischen dem 24. und 27. Februar 1017 Bürger befragt.

(bg/sda)

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