Deutscher Computer-Hacker muss dreieinhalb Jahre ins Gefängnis
publiziert: Freitag, 5. Sep 2003 / 17:56 Uhr

Bonn - Das Bonner Landgericht hat einen deutschen überaus versierten Computer-Hacker zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Nach dem 27-jährigen Mann hatte auch die US-Bundespolizei (FBI) gefahndet.

Ein deutscher Computer-Hacker wurde in 62 Fällen des Computerbetrugs für schuldig befunden.
Ein deutscher Computer-Hacker wurde in 62 Fällen des Computerbetrugs für schuldig befunden.
Das Gericht befand ihn des Computerbetrugs in 62 sowie des Missbrauchs von Kreditkarten in 55 Fällen für schuldig. Der Geständige hatte die Sicherheitscodes von Kreditkarten entschlüsselt und damit Zugang zu Konten bekommen. Darüber hinaus hatte er im Internet-Chat seine Tricks an Partner in den USA weitergeben.

Wegen der virtuellen Verzweigungen war nicht nur das Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden, sondern auch die FBI an dem aussergewöhnlichen Wissen und mathematischen Ausarbeitungen interessiert.

Weil der Angeklagte schliesslich nicht nur ein umfassendes Geständnis, sondern auch eine enorme Aufklärung vor Spezialisten des BKA geleistet habe, sprach die Kammer eine relativ mildes Urteil.

Der Mann machte vergleichsweise nur wenig Beute. Rund 20 000 Euro soll er im Frühjahr 2003 innerhalb von sechs Wochen mit falschen Kreditkarten von verschiedenen Banken abgehoben haben. Der Schaden durch seine Chat-Partner in den USA soll aber in die Millionen gehen.

(tr/sda)

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