Deutsches Linksbündnis fast perfekt

publiziert: Freitag, 15. Jul 2005 / 20:45 Uhr

Berlin - In Deutschland ist das geplante Wahlbündnis der Linksparteien WASG und PDS fast perfekt. In einer Urabstimmung votierten 81,8 Prozent der WASG-Mitglieder für die Zusammenarbeit.

Derzeit liegt das Linksbündnis in Umfragen bei zehn bis elf Prozen.
Derzeit liegt das Linksbündnis in Umfragen bei zehn bis elf Prozen.
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Vor zwei Wochen hatte ein Parteitag der WASG (Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit) den Weg freigemacht für den gemeinsamen Wahl-Auftritt mit der PDS. Für eine spätere Fusion mit der PDS votierten jetzt sogar 84 Prozent der WASG-Mitglieder.

Ablehnung aus Westen

In Teilen der WASG in Westdeutschland gab es Widerstand gegen ein Bündnis mit der PDS. Die Gegner argumentierten, die PDS benutze die WASG, um im Westen salonfähig zu werden. Die PDS als Nachfolgerin der DDR-Staatspartei SED ist im Osten stark, im Westen nur eine Splitterpartei.

Derzeit liegt das Linksbündnis in Umfragen bei zehn bis elf Prozent, in Ostdeutschland mit 31 Prozent sogar auf Platz eins vor der CDU. WASG-Spitzenkandidat ist der frühere SPD-Parteichef Oskar Lafontaine, PDS-Spitzenkandidat der frühere Parteichef Gregor Gysi.

PDS wird "Die Linkspartei"

Für das geplante Linksbündnis bei einer vorgezogenen Bundestags-Neuwahl will sich die PDS an diesem Sonntag in "Die Linkspartei" umbenennen. Die Entscheidung trifft ein Sonderparteitag in Berlin. Die Namensänderung ist ein Zugeständnis an den Bündnispartner WASG.

Sie soll westdeutschen WASG-Mitgliedern eine Kandidatur auf den offenen PDS-Listen erleichtern. Das alte Kürzel PDS soll künftig nur noch als Zusatzbezeichnung geführt werden können. Aus Identifikationsgründen wird dies in Ostdeutschland der Fall sein, im Westen dagegen nicht.

(kst/sda)

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