Bis zu 1'200 deutsche Soldaten werden nach Afghanistan geschickt
Deutschland beteiligt sich an der UNO-Schutztruppe
publiziert: Freitag, 21. Dez 2001 / 16:03 Uhr / aktualisiert: Freitag, 21. Dez 2001 / 20:30 Uhr

Berlin - Das deutsche Kabinett hat eine Beteiligung der Bundeswehr an der UNO-Schutztruppe für Afghanistan beschlossen. Bis zu 1'200 deutsche Soldaten würden nach Afghanistan geschickt, sagte Verteidigungsminister Rudolf Scharping.

Bis zu 1'200 deutsche Soldaten könnten zum Friedenseinsatz nach Afghanistan geschickt werden.
Bis zu 1'200 deutsche Soldaten könnten zum Friedenseinsatz nach Afghanistan geschickt werden.
Das UNO-Mandat habe die Erwartungen der Bundesregierung erfüllt, erklärte Scharping. Es sei ein so genanntes robustes Mandat, das auch den Einsatz von Gewalt erlaube. Gemeinsam mit den Niederlanden und Dänemark stelle Deutschland ein Teilkontingent von 1'450 Soldaten.

Die exakte Grösse der internationalen Schutztruppe sei noch nicht endgültig geklärt. Das Mandat gelte für sechs Monate und Grossbritannien übernehme zunächst die Führung.

Nach dem Kabinettsbeschluss muss noch das deutsche Parlament der Entsendung der deutschen Soldaten zustimmen. Dazu wurden die Abgeordneten aus den Weihnachtsferien zurück gerufen. Der Bundestag beginnt seine Debatte am Samstagvormittag. Man rechnet mit einer breiten Mehrheit für die Entsendung der Soldaten.

(sk/sda)

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