Gastgeber dominierten
Deutschland deklassiert die Schweizer Handballer
publiziert: Samstag, 9. Mrz 2013 / 18:54 Uhr
David Graubner und seinen Kollegen fehlten die Qualität. (Archivbild)
David Graubner und seinen Kollegen fehlten die Qualität. (Archivbild)

Die Schweizer Handball-Auswahl bezog in Deutschland im ersten von zwei Tests gegen das DHB-Team eine empfindliche 22:36-Niederlage. In der ersten Hälfte erteilte der WM-Viertelfinalist den überforderten Gästen eine Lektion.

Obschon der Gastgeber nicht in bestmöglicher Formation antrat und relativ früh auch auf Spieler der zweiten Garde setzte, verloren die Schweizer in Wetzlar gegen den früheren Erzrivalen so hoch wie seit 1995 nicht mehr. «Der zweite Anzug passt», kommentierte die deutsche Nachrichten-Agentur SID die Deklassierung «des allenfalls zweitklassigen Nachbars» süffisant.

Nach 26 Minuten führten die Einheimischen 18:6. Ohne ihren im Klub engagierten Regisseur Andy Schmid fehlte der Schweiz schlicht die Qualität, die robuste 6:0-Abwehr des physisch und technisch mindestens eine Klasse besseren Kontrahenten auszuspielen. Martin Heubergers Equipe dominierte das Geschehen auf jedem Quadratmeter des Parketts.

Heinevetters Paraden

Und im Tor sorgte Silvio Heinevetter in den ersten 30 Minuten mit 13 Paraden praktisch im Alleingang für die erhebliche Differenz. Der Berliner Goalie-Künstler fand angesichts der früh entspannten Lage gar Zeit und Musse, die 4412 Zuschauer mit einem Sprint an den gegnerischen Kreis zu unterhalten.

Einen Treffer gestanden die Schweizer Heinevetter zwar nicht zu, aber die Slapstick-Szene des übermütigen deutschen Keepers kam gleichwohl einer Demütigung gleich - gegen ein Team, das an der letzten WM zwar unter die Top 8 vorstiess, in der aktuellen EM-Qualifikation aber spätestens seit der blamablen Heimniederlage gegen Montenegro unter Druck geraten ist.

Erst als Deutschland und der «Schaffhauser» Debütant Christian Dissinger (3 Treffer) das Tempo spürbar drosselte, beschönigte der Aussenseiter das Ergebnis der Offensive minim. «Wir haben kraft- und ausdauermässig noch wahnsinnig viel aufzuholen.» Goran Perkovacs Erkenntnis ist nicht neu. Die Limiten sind bekannt - nur deckte sie der Weltmeister von 2007 mal wieder ohne Gnade auf.

Deutschland - Schweiz 36:22 (19:7)
Rittal-Arena, Wetzlar. - 4412 Zuschauer (ausverkauft). - SR Opava/Valek (Tsch). - Torfolge: 3:0, 4:1, 4:3, 9:3 (11.), 9:5, 12:5, 12:6 (17.), 18:6 (26.), 19:7; 19:10, 21:10, 23:12, 23:13, 25:13, 27:15, 27:17, 30:20, 32:20, 32:21, 35:21, 36:22. - Strafen: je 1mal 2 Minuten.

Deutschland: Heinevetter/Vortmann (31.); Häfner (2), Sellin (3), Wiencek (2), Reichmann (5), Dissinger (3), Theuerkauf (1), Pevnov, Weinhold (2), Danner, Strobel (2), Schmidt (9/5), Gutbrod (1), Fäth, Pfahl (4/1), Klein (2).

Schweiz: Merz/Portner (31.); Liniger (2/1), Pendic (9/3), Reber, Graubner (3), Milosevic (2), Hess, Heer (1), Hofstetter (4), Ramseier (1), Maros, Spengler, Svajlen.

Bemerkungen: Schweiz ohne Schmid (EHF-Cup mit Rhein-Neckar), Raemy, Kurth, Baviera, Schelbert (alle verletzt), Goepfert (rekonvaleszent), Scheuner (Studium), Quadrelli und Huwyler (beide nicht eingesetzt).

(bg/Si)

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