«Hilfsorganisation für Gefangene» verboten
Deutschland verbietet Neonazi-Verein
publiziert: Mittwoch, 21. Sep 2011 / 14:24 Uhr
Die HNG hat sich darauf spezialisiert, Rechtsextreme in Haft zu unterstützen (Symbolbild).
Die HNG hat sich darauf spezialisiert, Rechtsextreme in Haft zu unterstützen (Symbolbild).

Berlin - Der deutsche Innenminister Hans-Peter Friedrich hat die rechtsextreme Hilfsorganisation für Gefangene (HNG) verboten. Die Diese ist mit rund 600 Mitgliedern der grösste deutschlandweit tätige Neonazi-Verein.

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Der Verein lehne den demokratischen Rechtsstaat ab und verherrliche den Nationalsozialismus, erklärte Friedrich am Mittwoch laut Mitteilung in Berlin.

Erklärtes Ziel des Vereins ist es, sich um inhaftierte Rechtsextremisten zu kümmern. Nach Angaben des Innenministeriums bestärkt die HNG die Gefangenen in ihren nationalistischen Überzeugungen, um sie in der Szene zu halten. Die HNG habe so zur Radikalisierung in der Neonazi-Szene beigetragen, erklärte Friedrich.

Am Mittwochmorgen wurden Räume von führenden Mitglieder der Organisation in Bayern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz durchsucht. Bereits vor einem Jahr hatte es eine länderübergreifende Razzia gegeben, bei der Polizei und Justiz Material für ein mögliches Verbot des 1979 gegründeten Vereins beschlagnahmten.

(dyn/sda)

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