Flüchtlinge
Deutschlands Massnahmen haben keine Auswirkungen auf die Schweiz
publiziert: Montag, 14. Sep 2015 / 18:29 Uhr
Eine Störung der öffentlichen Ordnung liegt im Augenblick noch nicht vor.
Eine Störung der öffentlichen Ordnung liegt im Augenblick noch nicht vor.

Buchs SG - Deutschlands Wiedereinführung der Grenzkontrollen hat nach Angaben des Grenzwachtkorps (GWK) bisher keine Auswirkungen auf die Schweiz. Man habe an der Ostgrenze nicht mehr Migrantinnen und Migranten festgestellt als bisher, hiess es am Montag auf Anfrage.

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Das könne sich jedoch jederzeit ändern. Deshalb verstärke das GWK neben der Süd- auch die Ostgrenze mit Personal aus anderen Regionen. Eine vorübergehende Wiedereinführung von Grenzkontrollen wäre nur möglich, wenn eine schwerwiegende Störung der öffentlichen Ordnung vorliege. Und diese Voraussetzung sei in der Schweiz zur Zeit nicht erfüllt, hiess es weiter.

Inzwischen kommen am Grenzbahnhof Buchs SG täglich rund 20 bis 30 Flüchtlinge an. Sie werden seit Montag nicht mehr auf dem Perron kontrolliert. Die Triage findet nun in einem Gebäude nahe des Bahnhofs statt.

«Dort haben wir ausreichend Platz und können die Ankommenden in Ruhe befragen», sagte der Sprecher der St. Galler Kantonspolizei, Gian Andrea Rezzoli. Danach würden sie in das Empfangs- und Verfahrenszentrum Altstätten des Bundes gebracht.

Einreise vor allem per Zug

Im August hatte die Zahl der Flüchtlinge an der Ostgrenze in die Schweiz stark zugenommen. 709 Personen wurden wegen rechtswidrigen Aufenthalts registriert, wie letzte Woche bekannt wurde. Im Juli waren es noch 289 Personen gewesen.

Anfang September sei es im gleichen Rahmen wie im August weitergegangen, sagte Andrea Schmid, Sprecher des Grenzwachtkorps III, auf Anfrage. Der grösste Teil der Flüchtlinge komme mit dem Zug in die Schweiz. Bei der Kontrolle der Züge aus Österreich arbeiteten die Grenzwächter mit der Kantonspolizei St. Gallen zusammen.

Situation in Vorarlberg blieb ruhig

Auch im österreichischen Vorarlberg blieb die Lage am Montagnachmittag ruhig. Es gebe derzeit keine Anzeichen, dass sich die Reiseroute der Hilfesuchenden nach Westen verlagere, sagte Landesrettungskommandant Werner Meisinger vom Roten Kreuz gegenüber der österreichischen Nachrichtenagentur apa.

Man sei aber für den Ernstfall vorbereitet. «Wir haben sehr viele Pagerträger», erklärte Meisinger. Er könne «innerhalb sehr kurzer Zeit sicher eine Hundertschaft» organisieren.

Im Bahnverkehr wurden die Kontrollen durch die Polizei nicht ausgeweitet. In den Reisezügen nach und durch Vorarlberg würden Kontrollen im «gleichen Ausmass wie bisher» fortgeführt, sagte Polizeisprecherin Susanne Dilp der apa.

(fest/sda)

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