Didier Cuche triumphiert in Lake Louise
publiziert: Samstag, 28. Nov 2009 / 22:25 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 29. Nov 2009 / 13:22 Uhr

Die erste Weltcup-Abfahrt des Winters in Lake Louise ging mit einem grandiosen Schweizer Triumph zu Ende. Didier Cuche, Ende Oktober bereits Gewinner des Riesenslaloms von Sölden, war auch in Kanada nicht zu schlagen.

Starke Leistung: Didier Cuche.
Starke Leistung: Didier Cuche.
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44 Hundertstel vor dem Italiener Werner Heel errang Cuche Weltcupsieg Nummer 11, den vierten in einer Abfahrt.

Und auch seine Teamkollegen überzeugten vollauf. Carlo Janka belegte Platz 3, Ambrosi Hoffmann wurde hinter dem Österreicher Michael Walchhofer Fünfter.

Den grossen Schweizer Erfolg vervollständigten Tobias Grünenfelder und Patrick Küng. Grünenfelder wurde mit der Startnummer 41 Neunter, Küng fuhr mit Nummer 43 auf Platz 11.

Letztmals vor 14 Jahren

Mit mehr als einem Fahrer waren die Schweizer letztmals vor 14 Jahren auf dem Podest einer Weltcup-Abfahrt vertreten. Das allein sagt schon viel über das aussergewöhnliche Ergebnis, das ausgerechnet in Lake Louise zustande kam, wo sich die Schweizer so lange Jahre immer schwer taten.

Vor Cuche hat einzig Franz Heinzer in Lake Louise gewinnen können, und das ist schon 18 Jahre her. Cuche holte sich seinen insgesamt fünften Weltcupsieg in der Abfahrt. Zuletzt gewann der Neuenburger Super-G Weltmeister vor knapp zwei Jahren in Kitzbühel.

In Lake Louise war Cuche zwar schon dreimal Dritter im Super-G geworden, doch in den Abfahrten kam er hier nie über Rang 5 hinaus. Und so ganz nebenbei verbesserte er auch noch den Rekord als nunmehr ältester Abfahrtssieger im Weltcup. Mit 35 Jahren und drei Monaten entthronte er Marco Büchel, der bei seinem Sieg ebenfalls in Lake Louise vor drei Jahren rund drei Monate jünger war.

Janka stark, Hoffmann überrascht

Stark hielt sich auch der Bündner Carlo Janka, der letzten Winter in Lake Louise mit Nummer 65 auf Platz 2 gefahren war. Nun schaffte es der WM-Dritte in der Abfahrt erneut aufs Podium. Im Weltcup war bisher Rang 10 sein zweitbestes Resultat.

Ambrosi Hoffmann überraschte als Fünfter. Ähnlich gut war der Davoser im letzten Winter nur ein einziges Mal, als Vierter in Wengen. Zu einem Podestplatz fehlten ihm nur 14 Hundertstel. Didier Défago, letzte Saison sowohl in Kitzbühel und Wengen siegreich und damit einziger Schweizer Gewinner in der Abfahrt, stand diesmal als 15. etwas im Schatten seiner Kollegen.

Schlussklassement:
1. Cuche 1:50,31. 2. Heel 0,44 zurück. 3. Janka 0,62. 4. Walchhofer 0,67. 5. Hoffmann 0,76. 6. John Kucera (Ka) 0,81. 7. Patrik Järbyn (Sd) 0,94. 8. Robbie Dixon (Ka) 0,99. 9. Grünenfelder 1,02. 10. Hans Olsson (Sd) 1,03.

11. Küng 1,09. 12. Andrew Weibrecht (USA) 1,10. 13. Adrien Théaux (Fr) 1,18. 14. Klaus Kröll (Ö) 1,19. 15. Romed Baumann (Ö) 1,22. 16. Défago (Sz) und Manuel Osborne-Paradis (Ka) 1,26. 18. Ivica Kostelic (Kro) 1,31. 19. Beat Feuz (Sz) 1,39. 20. Patrick Staudacher (It) 1,52.

21. Erik Guay (Ka) 1,56. 22. Louis-Pierre Hélie (Ka) 1,57. 23. Rok Perko (Sln) 1,64. 24. Pierre-Emmanuel Dalcin (Fr) 1,69. 25. Natko Zrncic-Dim (Kro) 1,80. 26. Yannick Bertrand (Fr) 1,83. 27. Silvan Zurbriggen (Sz) 1,91. 28. Craig Branch (Au) 2,00. 29. Bode Miller (USA) und Christof Innerhofer (It) 2,11.

31. Marco Büchel (Lie) 2,12. Ferner: 33. Aksel Lund Svindal (No) 2,20. 39. Cornel Züger (Sz) 2,41. 51. Ralf Kreuzer (Sz) 2,90. 53. Marco Sullivan (USA) 3,00. 57. Benjamin Raich (Ö) 3,21. - 77 Fahrer gestartet, 72 klassiert. - Ausgeschieden u.a.: Thomas Lanning (USA).

(ht/Si)

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