Didier Défago Olympiasieger in der Abfahrt
publiziert: Montag, 15. Feb 2010 / 20:41 Uhr / aktualisiert: Montag, 15. Feb 2010 / 22:02 Uhr

Abfahrtsgold für Didier! An Stelle von Topfavorit Didier Cuche, der nur Sechster wurde, sprang dessen Westschweizer Namensvetter Didier Défago in die Bresche.

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Der mit der Nummer 18 gestartete Défago setzte sich auf der 3,105 km langen Piste Dave Murray mit 0,07 Sekunden Vorsprung vor dem Norweger Aksel Lund Svindal durch. Weitere zwei Hundertstel zurück sicherte sich der Amerikaner Bode Miller, der mit der Startnummer 8 für die erste Richtzeit gesorgt hatte, die Bronzemedaille.

Défago ist nach Bernhard Russi, der 1972 in Sapporo gewann, und Pirmin Zurbriggen, der vor 22 Jahren in Calgary triumphierte, erst der dritte Abfahrts-Olympiasieger aus der Schweiz.

Als Aussenseiter aufs Podest

Défago hatte auf der Olympia-Abfahrt in Whistler mit den Trainingsrängen 4 und 6 zwar angedeutet, dass er die Piste im Griff hat. Doch weil es der 32-jährige Walliser aus Morgins bisher an grossen Titelkämpfen noch nie aufs Podest geschafft hatte, wurde ihm höchstens eine Aussenseiterrolle bescheinigt.

Im Weltcup sorgte Défago bisher erst im Januar 2009 für Furore, als er innert Wochenfrist die Abfahrten in Wengen und in Kitzbühel gewann. Daneben gewann er auf dieser Stufe noch einen Super-G und stand insgesamt zehn weitere Male auf dem Podest. Nun sorgte Défago mit seinem Exploit dafür, dass die alpinen Rennen am Whistler Mountain aus Schweizer Sicht optimal lanciert wurden.

Cuche lange auf Medaillenkurs

Didier Cuche, der mit der Nummer 22 als Letzter der Favoriten gestartet war, war bis zur letzten Zwischenzeit ebenfalls auf Medaillenkurs. Doch auf den letzten 20 Fahrsekunden büsste der 35-jährige Neuenburger noch über drei Zehntel auf Défago ein. Letztlich fehlten Cuche 0,27 Sekunden zu Bronze.

Carlo Janka vermochte sich zwar gegenüber den Trainings, in welchen er mehr als zwei Sekunden auf die Bestzeit eingebüsst hatte, deutlich zu verbessern. Doch zu mehr als dem 11. Platz reichte die Steigerung des Lauberhorn-Siegers nicht aus (0,71 zurück).

Ambrosi Hoffmann 21.

Ambrosi Hoffmann, der in beiden Trainings in den Top 5 war, klassierte sich mit über 1,7 Sekunden Rückstand nur im 21. Rang. Der Bündner verlor während der ganzen Fahrt kontinuierlich Zeit.

Die Durchführung der Abfahrt war ursprünglich für den letzten Samstag geplant gewesen. Wegen der schlechten Wetterverhältnisse in Whistler musste der Wettkampf um 48 Stunden verschoben werden.

Am Dienstag geht es für die Männer bereits weiter mit der Entscheidung in der Super-Kombination.

Resultate:
1. Défago 1:54,31. 2. Svindal 0,07 zurück. 3. Miller 0,09. 4. Mario Scheiber (Ö) 0,21. 5. Erik Guay (Ka) 0,33. 6. Cuche 0,36. 7. David Poisson (Fr) 0,51. 8. Marco Büchel (Lie) 0,53. 9. Klaus Kröll (Ö) 0,56. 10. Michael Walchhofer (Ö) 0,57. 11. Janka 0,71. 12. Werner Heel (It) und Hans Olsson (Sd) 0,88. 14. Rok Perko (Sln) 0,95. 15. Peter Fill (It) 0,98.

16. Adrien Theaux (Fr) 1,09. 17. Manuel Osborne-Paradis (Ka) 1,13. 18. Ivica Kostelic (Kro) 1,18. 19. Christof Innerhofer (It) 1,27. 20. Steven Nyman (USA) 1,40. 21. Andrew Weibrecht (USA) 1,43. 22. Hans Grugger (Ö) 1,50. 23. Hoffmann 1,73. 24. Stephan Keppler (De) 1,80. 25. Jan Hudec (Ka) 1,88. 26. Guillermo Fayed (Fr) 1,89. 27. Johan Clarey (Fr) 1,98. 28. Andrej Jerman (Sln) 2,04. 29. Patrik Järbyn (Sd) 2,27. 30. Ondrej Bank (Tsch) 2,35. - Ausgeschieden: u.a. Andrej Sporn (Sln), Robbie Dixon (Ka).

(fest/Si)

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