Tausende beteiligten sich an den Mai-Kundgebungen
Die 1.Mai-Feiern in der Schweiz standen im Zeichen der Kluft zwischen Arm und Reich
publiziert: Dienstag, 1. Mai 2001 / 14:07 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 1. Mai 2001 / 14:40 Uhr

Bern - Die Schere zwischen hohen und tiefen Einkommen war am Dienstagmorgen eines der Hauptthemen der 1. Mai-Reden in der Schweiz. In Zürich reihten sich bei strahlendem Wetter mehrere tausend Menschen in den traditionellen Umzug ein.

Nationalrat Paul Rechsteiner war der Hauptredner an der 1. Mai-Kundgebung in Basel.
Nationalrat Paul Rechsteiner war der Hauptredner an der 1. Mai-Kundgebung in Basel.
Bundespräsident Moritz Leuenberger machte in Unterseen bei Interlaken klar, dass für ihn nicht die Löhne der Generaldirektoren bei den SBB der «wahre Skandal» seien, sondern die Tiefstlöhne in der Privatwirtschaft, «die von der Fürsorge nachgebessert werden müssen, damit sie zum Leben reichen». Der Schandfleck in unserem Land seien hunderttausende von working poor, sagte Leuenberger.

Kampf gegen Armut und Angst

Zum Kampf gegen Armut und Angst rief Bundesrätin Ruth Dreifuss auf. Die Schere zwischen hohen und tiefen Einkommen dürfe sich nicht noch mehr öffnen, sagte sie auf dem Kornhausplatz in Bern. «Gerechte Löhne sind das beste Mittel gegen die zunehmende Armut in der reichen Schweiz», sagte Dreifuss.

Von Verteilungskampf und «Selbstbedienungsmentalität» bei den Kadersalären sprach der Präsident des Schweizerischen Gewerkschaftsbunds (SGB), Paul Rechsteiner. Die Wirtschaftskrise der 90er Jahre sei endlich überwunden, hielt Rechsteiner in Basel fest.

Statt dass die Vorteile aber den unteren und mittleren Einkommen zu Gute kämen - welche die Kosten der Krise geträgen hätten - sei nun der Kampf um die Löhne, um die Steuerpolitik und um die Sozialversicherungen ausgebrochen.

Tausende auf den Strassen Zürichs

In Zürich reihten sich am Morgen mehrere tausend Menschen in den traditionellen Umzug ein, der vom Helvetiaplatz zum Bahnhofsplatz führt. Transparente mit Lohnforderungen dominierten über weite Strecken die Teile des Zuges, in denen die Gewerkschaften vertreten waren. Dazu kamen traditionsgemäss viele ausländische Gruppen - von Italienern über Kurden bis zu Tamilen.

Der Zug führt dieses Jahr - nach den gewalttätigen Ausschreitungen der letzten Jahre - nicht mehr vom Central zum Helvetiaplatz im Kreis 4; die Route ist umgekehrt. Das Fest findet indes wie jedes Jahr beim Helvetiaplatz statt. Die Schlusskundgebung wird auf dem Bahnhofsplatz durchgeführt.

(bb/sda)

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