Die Ärzte kehren in Kriesengebiet zurück
publiziert: Samstag, 5. Mrz 2005 / 22:24 Uhr

Genf - "Ärzte ohne Grenzen" ist in die Krisenregion Ituri im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo zurückgekehrt. Die Hilfsorganisation hatte am 25. Februar ihre Arbeit in Lagern für Vertriebene wegen Kämpfen unterbrochen.

Die Versorgungssituation in Togo ist laut MSF alarmierend.
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Die Lage der Vertriebenen habe sich seither verschlechtert, teilen "Médecins sans Frontières" (MSF) mit. Die Versorgungssituation sei "alarmierend". Im Lager von Tché sei die medizinische Nothilfe ausgeblieben; 25 Menschen seien innerhalb von sechs Tagen gestorben.

MSF zitiert in der Mitteilung ihren Missionsleiter in Ituri, Patrick Barbier: "Der Zustand des Lagers ist katastrophal und verschlechtert sich mit der Ankunft von weiteren 200 bis 300 Menschen zusätzlich." Die Menschen litten an Unterernährung und Durchfall. Rund 10 000 Menschen lebten im Lager.

Derweil sei ein anderes MSF-Team im Lager Kakwa nordöstlich der Provinzhauptstadt Bunja am Albert-See eingetroffen. Im Lager lebten 5000 Vertriebene. Täglich würden zwei bis drei Todesfälle registriert. Laut dem UNO-Flüchtlingshilfswerk UNICEF sind in der Region Zehntausende Menschen auf der Flucht.

Schon 50'000 Tote

Bereits gestern hatte MSF eine Equipe nach Loga entsandt, wo die UNO-Friedenstruppe für Kongo (MONUC) in einer Offensive mindestens fünfzig Freischärler getötet hatte. Mit der Offensive hatte die MONUC auf den Tod von neun UNO-Soldaten reagiert, die nach UNO-Angaben von Milizen der Lendu-Volksgruppe getötet worden waren.

MSF arbeitet nach eigenen Angaben seit Juni 2003 in Ituri in Kongo-Kinshasa. Der Konflikt zwischen Lendu und den mit ihnen verfeindeten Hema dauert seit Jahrhunderten und bricht immer wieder aus.

Allein seit 1999 wurden dabei nach Schätzungen von Hilfsorganisationen rund 50 000 Menschen getötet. Die UNO griff erst 2003 in den Konflikt ein, nach einem Massaker mit etwa 1000 Toten in Bunia.

(mo/sda)

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