Nach dem Brand in China
Die Betreiber des chinesischen Tanzclubs müssen mit hohen Strafen rechnen
publiziert: Mittwoch, 27. Dez 2000 / 17:56 Uhr

Peking - Nach dem Grossbrand am ersten Weihnachtstag in Zentralchina sind mehrere Personen festgenommen worden. Beim Brand in einem Tanzclub waren über 300 Menschen umgekommen.

Wie viele Festnahmen es gab und wer in Haft genommen wurde, teilte die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Mittwoch nicht mit. Daneben wurden rund 20 Verantwortliche nach Angaben der Polizei in Luoyang (Provinz Henan) unter «polizeiliche Beobachtung» gestellt.

Der überfüllte Tanzclub, in dem die meisten Opfer am Montagabend ums Leben kamen, sei «illegal betrieben» worden, berichtete Xinhua. Ein Mangel an Notausgängen und unzureichende Einrichtungen zur Feuerbekämpfung hätten die meist jungen Partygänger innerhalb von gut einer Stunde in dem Tanzsaal an Rauchvergiftungen sterben lassen.

Ministerpräsident Zhu Rongji forderte, «die Verantwortlichen streng zu bestrafen», berichtete das Staatsfernsehen. Nach Angaben der Nachrichtenagentur «China News Service» hat es nur zwei Notausgänge gegeben, von denen einer verschlossen und der andere versteckt hinter der Bar gewesen sei.

Da das Licht durch den Stromausfall ausging, sei der Ausgang nicht zu sehen gewesen. Der Tanzclub habe für den Abend 500 Eintrittskarten verkauft. Zusätzlich hätten im Kaufhaus «Dannisi» darunter, das am Donnerstag eröffnen wollte, etwa 100 Arbeiter Waren in Regale gepackt.

Auch Arbeiter, die das Kaufhaus renovierten, sind nach Angaben der Tageszeitung «China Daily» ums Leben gekommen. Offiziell war am Mittwoch je nach Quelle von 309 bis 311 Toten die Rede, doch von inoffizieller Seite wurden höhere Zahlen genannt.

Die Angehörige der Opfer beschwerten sich über die Desinformation der Behörden. Die Toten wurden in ein Krematorium zur Identifizierung durch Fotos oder Angehörige gebracht. In vier Hotels konnten Familien Bilder von Vermissten abgeben.

Als Brandursache nannte das Staatsfernsehen «Fahrlässigkeit am Bau». Die Betreiber des Gebäudes waren nach Xinhua-Angaben 1997 wegen unzureichender Brandschutzvorkehrungen verwarnt worden. Die Lizenz für den «Kulturbetrieb» sei entzogen worden.

Dennoch habe ein Selbstständiger den Vertrag für den Tanzclub geschlossen. Eine eigentlich für den 5. Dezember geplante Feuerinspektion war laut «China News Service» verschoben worden.

Xinhua meldete, das Ministerium für Öffentliche Sicherheit habe am Dienstag per Eilverordnung verfügt, dass landesweit alle Tanzclubs ohne Lizenz oder Feuerschutzeinrichtungen geschlossen werden sollen. Weiter sollten «potenzielle Feuergefahren in Hotels, Einkaufszentren, Hospitälern und Schulen» untersucht werden.

(news.ch)

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