Die Billag wehrt sich gegen Meierhans' Vorschläge
publiziert: Montag, 16. Feb 2009 / 17:55 Uhr / aktualisiert: Montag, 16. Feb 2009 / 18:59 Uhr

Bern - Die Billag wehrt sich gegen Vorwürfe des Preisüberwachers, die Firma sei überflüssig und verteuere nur die Radio- und TV-Gebühren. Nicht die Billag, sondern der Bundesrat lege die Gebühren fest, sagte Unternehmenssprecher Jonny Kopp auf Anfrage.

Preisüberwacher Meierhans fordert die Senkung der Fernsehgebühren und die Abschaffung der Billag.
Preisüberwacher Meierhans fordert die Senkung der Fernsehgebühren und die Abschaffung der Billag.
4 Meldungen im Zusammenhang
Damit stellt sich die Gebühren-Inkassofirma Billag entschieden gegen Preisüberwacher Stefan Meierhans.

Dieser will die Radio- und TV-Gebühren senken. Er fordert deshalb, die Gebühren nicht mehr von der Billag einkassieren zu lassen.

55 Millionen Franken erhält die Billag jährlich vom Bund, um die Gebühren einzukassieren. Dieses Geld könne für die Verbilligung der Gebühren eingesetzt werden, forderte Preisüberwacher Meierhans in einem Interview mit der «SonntagsZeitung». Im Gegenzug könnten die Gebühren zusammen mit der direkten Bundessteuer einkassiert werden.

Volksinitiative

Meierhans schliesst sich damit den Forderungen einer 30'000-köpfigen Gruppe des Online-Netzwerks Facebook um die Zuger Marketingfachfrau Francisca Brechbühler an. Sie will noch dieses Jahr eine entsprechende Volksinitiative lancieren.

Die Diskussion um die Art des Gebühren-Inkassos wollte Billag-Sprecher Jonny Kopp gegenüber der Nachrichtenagentur SDA nicht kommentieren. Dies sei Sache der Politik und des Gesetzgebers und nicht der Billag.

Kopp wehrt sich jedoch gegen den Vorwurf, die Swisscom-Tochter Billag verschleudere Steuergelder. Das Unternehmen habe sein Mandat 1999 und 2006 zweimal in einem Wettbewerbsverfahren gegen namhafte Konkurrenz gewonnen. Wirtschaftlichkeit und Qualität seien dabei die beiden zentralen Kriterien gewesen.

Nur Gebühren einziehen

Kopp verweist zudem auf die umfangreiche Tätigkeit der Billag: Diese verwalte 3 Millionen gemeldete Haushalte und Betriebe, stelle jährlich 12 Millionen Rechnungen aus, verschicke 1 Millionen Mahnungen pro Jahr und leite jedes Jahr 70'000 Betreibungen ein.

Es sei im übrigen der Bundesrat und nicht die Billag, der die Empfangsgebühren festlege, sagte Kopp weiter. Die Landesregierung berücksichtige dabei unter anderem den Finanzbedarf der SRG. Die Aufgabe der Billag beschränke sich darauf, die Gebühren einzuziehen.

(sl/sda)

Machen Sie auch mit! Diese news.ch - Meldung wurde von 3 Leserinnen und Lesern kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Freiburg - Bei den Frontalangriffen auf ... mehr lesen
Das Inkasso-Unternehmen Billag wehrt sich gegen die Vorwürfe - kommt aber zunehmend in Rückenlage.
Ab dem 1. September 2009 soll auch für den Radio- und Fernsehempfang via Handy und Internet Gebühren erhoben werden.
Bern - Die Fernmeldekommission (KVF) des Nationalrates will über das Inkasso-System für Radio- und Fernsehgebühren genau Bescheid wissen. Sie hat beim Bundesrat bis Ende Jahr einen Bericht ... mehr lesen
Bern - Der Ruf nach der Abschaffung ... mehr lesen 1
Vorgeschlagen ist eine Pro-Kopf-Gebühr, die mit der Bundessteuer eingezogen wird.
Alle lieben es aber keiner weiss, was es kosten wird: Public Viewing.
Bern - Knapp einen Monat vor dem ... mehr lesen
Da gehe ich mit Ihnen einig, ...
... dass dies eine wirklich saublöde Werbesendung ist, die die Billag da serienmässig loslässt!
Etwas mehr Gschpüri und Intelligenz sollte daraus schon erkennbar sein ... Sonst kommt man, als einfacher TV-Zuschauer noch zum Schluss, dass bei der Billag nur frisch vom Studium her und unerfahrene Leute das Ruder in der Hand halten ....!!
Die Werbung im TV
ist zwar meist störend, bringt aber den Sendern viel Geld ein.
Ohne diese Einnahmen müsste der Staat resp. die Steuerzahler wohl noch mehr für gute Sendungen bezahlen, meinen Sie nicht auch?
Was mich viel mehr stört...,
ist die extrem lange, vermutlich unheimlich teure und saublöde Werbung audf SF1
So nehme ich an, dass die da über viel Geld Verfügen, welches kontrolliert werden muss.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Reaktionäre Kräfte schliessen sich für das Referendum zusammen, mit dabei auch EDU-Präsident Hans Moser.
Reaktionäre Kräfte schliessen sich für das Referendum zusammen, mit ...
Reaktionär  Bern - Gegen die geplante Stiefkindadoption für Homosexuelle regt sich Widerstand. Sollte das Parlament das neue Adoptionsrecht in der vorliegenden Form verabschieden, will ein überparteiliches Komitee aus den Reihen der SVP, CVP und EDU das Referendum ergreifen. mehr lesen 3
Unternehmenssteuerreform  Bern - Zu Beginn der Sommersession am Montagnachmittag beugt sich der Ständerat zum zweiten Mal über die Unternehmenssteuerreform III. Von einer Einigung sind die Räte ... mehr lesen
Ständerat und kleine Kammer kommen zu keinem gemeinsamen Nenner.
Gotthard 2016  Altdorf - Die Alpen-Initiative fordert den Bundesrat auf, mit der Verlagerung der Gütertransporte von der Strasse auf die Schiene vorwärts zu machen. Die Mitglieder verabschiedeten an ihrer Mitgliederversammlung eine Resolution an die Adresse von Bundesrätin Doris Leuthard. mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • melabela aus littau 1
    es geht nicht nur um homosexuelle ich bin eine frau und verheiratet mit einem mann. leider betrifft es ... So, 14.08.16 13:18
  • Pacino aus Brittnau 731
    Kirchliche Kreise . . . . . . hatten schon immer ein "spezielles" Verhältnis zu ... Do, 09.06.16 08:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • Pacino aus Brittnau 731
    Demokratie quo vadis? Wenn die Demokratie den Stacheldraht in Osteuropa-, einen Wahlsieg von ... Mo, 06.06.16 07:55
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Es... muss darum gehen, die Kompetenz der Kleinbauern zu stärken. Das sorgt ... Do, 02.06.16 13:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Kindeswohl egal! Es geht doch vor allem um die eigenen Kinder der Betroffenen. Die ... Do, 02.06.16 08:10
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Verlust der Solidarität: Verlust der Demokratie! Vollständig und widerspruchsfrei beantworten lässt sich das wohl nicht. ... Mi, 01.06.16 00:18
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Unterstützung "Deshalb sind für die Sozialhilfe 267 Millionen Franken mehr und für ... Di, 31.05.16 10:38
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Do Fr
Zürich 3°C 1°C starker Schneeregenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Schneeregenschauer Schneeregen
Basel 3°C 5°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt starker Schneeregen
St. Gallen 0°C 0°C starker Schneefallleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Schneeschauer Schneeschauer
Bern 2°C 1°C starker Schneeregenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Schneeregenschauer bedeckt, etwas Schnee
Luzern 2°C 1°C starker Schneeregenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Schneeregenschauer starker Schneeregen
Genf 5°C 4°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt starker Schneeregen
Lugano 4°C 2°C starker Schneeregenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt bedeckt
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten