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Die Deutschen pflanzen sich nicht fort
publiziert: Mittwoch, 3. Aug 2011 / 13:15 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 3. Aug 2011 / 13:38 Uhr
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Leerer Spielplatz: Vor allem in Ostdeutschland ist der Geburtenrückgang gravierend.
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Berlin - In Deutschland leben immer weniger Kinder. Zwischen 2000 und 2010 sank die Zahl um gut zwei Millionen auf 13,1 Millionen und wird nach Angaben des Statistischen Bundesamtes weiter abnehmen.

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«Deutschland ist inzwischen das kinderärmste Land Europas», sagte Behördenleiter Roderich Egeler am Mittwoch in Berlin bei der Vorstellung eines Berichts zur Situation der Kinder.

Demnach lag der Anteil der unter 18-Jährigen an der Gesamtbevölkerung im vergangenen Jahr bei nur noch 16,5 Prozent. War zur Jahrtausendwende noch etwa jeder fünfte Einwohner jünger als 18 Jahren, so dürfte es 2060 nur noch jeder siebte sein.

Immer weniger Geburten im Osten

Vor allem im Osten ist der Rückgang gravierend: Binnen zehn Jahren sank die Kinderzahl dort um rund 29 Prozent, im Westen nur um zehn Prozent.

Als Grund für den Unterschied nannte Egeler sinkende Geburtenraten im Osten und Abwanderung in den Westen. Auch die Familienstrukturen weichen voneinander ab: Im Westen leben knapp 80 Prozent der Kinder bei ihren verheirateten Eltern, im Osten sind es weniger als 60 Prozent.

Hier wachsen mit 17 Prozent fast drei Mal so viele in Lebensgemeinschaften auf als im Westen (sechs Prozent) und auch mehr bei einem alleinerziehenden Elternteil. Bundesweit lebt jedes vierte Kind als Einzelkind, etwa jedes zweite mit einem Bruder oder einer Schwester.

Töchter ziehen früher aus

Die umfangreiche Studie ergab ferner, dass sich Eltern bei Scheidungen immer häufiger das Sorgerecht teilen und dass immer mehr Kinder (45 Prozent) Gymnasien besuchen. Töchter ziehen zudem meist eher von Zuhause aus als Söhne. Während 38 Prozent der jungen Männer mit 25 Jahren noch im «Hotel Mama» wohnen, tun dies nur 21 Prozent der jungen Frauen.

 

(fkl/sda)

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