
Wer sich in den letzten Wochen... nein, machen Sie daraus Monate, oder besser noch Jahre. OK. Nochmals. Also: Wer sich in den letzten Jahren nicht gefragt hat, ob die Welt langsam aber sicher den Verstand verliert, in einem Gestrüpp von ideologischer Irrationalität und wirtschaftlichem Fieberwahn, liegt vermutlich in einem Koma. Für alle anderen ein Hinweis: In solchen Situationen ist in der Regel eine Religion nicht weit weg.
Wenn der Markt immer recht hat und automatisch allen Wohlstand bringe, wie es gerne von Neo-Liberalen Hohepriestern verkündet wird, dann hätte das Amerika des späten 19. Jahrhunderts ja ein Paradies sein müssen. War es aber nicht. Stattdessen bildete sich damals eine Feudalklasse heraus, die noch heute an der Ostküste den Geldadel stellt und auf der anderen Seite verreckten Arme Leute auf der Strasse. Die Feuerwehr löschte nur die Häuser jener, die ein Abo bei ihr hatte und wer im Winter auf der Strasse verhungerte, verhungerte eben. Ebenso gab es bereits damals Rezession und Börsenkollapse.
Doch solche historischen Hässlichkeiten werden gerne ausgeblendet, wenn dem «befreiten Markt» das Wort gesprochen wird. Dass seit drei Jahren Neo-Liberale non-stop daran sind, die momentane Krise als Folge einer Über-Regulation zu bezeichnen, ist ein weiterer Hinweis darauf, dass hier Pseudo-Religiöse Tendenzen am Werk sind: Eine solche Behauptung nach der längsten Phase globaler De-Regulation zu äussern, ist geradezu absurd - absurd in einer Weise, wie man sie ansonsten bei Evolutionsdebatten mit Kreationisten erleben kann.
Dazu passen denn auch die unablässig wiederholten Behauptungen, dass es allen besser gehe, wenn die Reichen noch reicher würden und die reflexhaften Reaktionen auf «Ungeheuerlichkeiten» wie der Erbschaftssteuer auf grosse Vermögen (eine gute Antwort auf die Frage, wie viel mal denn dieses Geld versteuert werden solle, wäre: wenigstens ein mal).
Wenn jemand zu behaupten wagt, dass Gewinnmaximierung nicht unbedingt das beste für eine Firma sein muss, wird diese Person im besten Fall verlacht, im schlimmsten Falle (wenn die Position, in der sie sich befindet genug einflussreich ist) nieder gemacht und öffentlich zerstört.
Statt Tieropfer zu machen, ist es heutzutage scheinbar opportun, Menschen auf dem Altar der Gewinnmaximierung ausbluten zu lassen. Dabei bleibt für immer mehr immer weniger übrig und es ist offenbar auch in Ordnung, mit Grundnahrungsmitteln so zu spekulieren, dass zwar die Produzenten weniger verdienen und die Konsumenten mehr zahlen müssen (oder eben Hungern), aber dafür die Terminhändler in der Mitte mehr verdienen.
Gerechtfertigt wird dies mit dem neuen Gott, dem Markt, dessen Volumina (nimmt man Währungs-, Derivaten und andere spekulative Märkte zusammen), die globale Real-Wirtschaftsleistung um das Hundertfache und mehr überschreiten.
Dass sich - man sehe nur die von vielen Banken mit gepushter Verschuldung zahlreicher Staaten an - an diesem Irrsinn auch die Politik beteiligen würden, war dabei sonnenklar. Und genau wie religiöse Würdenträger und Laienprediger nicht müde werden, gequirlten Quatsch, der längst als falsch bekannt ist, zu verzapfen, oder den Missbrauch von Kindern zu verniedlichen, so verteidigen auch die Vertreter des neoliberalen Pseudogottes diesen durch Stein und Bein, auch wenn schon allen die Trümmer der letzten Explosionen noch um die Ohren fliegen.
Rationales Denken scheint einfach zu mühsam (oder nicht lukrativ genug) zu sein. Der Ersatz einer ständigen, anstrengenden Analyse dessen, was sich ereignet und ein mühsamer Abgleich der Wahrnehmung mit den Fakten durch dümmliche Glaubenssätze funktioniert nicht: Weder bei Weltfragen noch in der Ökonomie. Doch er erklärt so einiges... mithin alles, was in die Hose geht.
(Patrik Etschmayer/news.ch)
Herrn Etschmayers Kolumne kann man wieder mal ohne Kommentar so stehen lassen.
Schade das kluge Köpfe mit gesundem Menschenverstand wie Herr Etschmayer einer ist, in einer Minderheit sind.
00:00
MILES KANE - Don't Forget Who You Are23:30
Lil Wayne: Umstrittenes Video23:17
Illnau: Tödliche Frontalkollision23:06
Souveräne Auftaktsiege für Spanien und Nigeria22:52
Martin Scorsese: Ehrung vom Kunstmuseum22:36
Sender-Streit: Samaras geht auf Koalitionspartner zu22:10
Snoop Lion: Friedvoll wie eine Hummel21:59
Bohli vergibt fünf Matchbälle21:44
SP bleibt beim Nein: Steuerstreit-Gesetz vor dem Absturz21:37
Clemens zu Schalke- Letzte Meldungen
- Freie Stellen aus den Berufsgruppen Lehrer, Dozenten, Wissenschaft, Forschung
- Maître(sse) de discipline académiques
Secteur d'enseignement: secondaire I - Math, physique, Science Degré(s): 9-11 Titre requis: Diplôme... Weiter - Maître(sse) de disciplines spéciales ACM-MUS
Secteur d'enseignement: primaire (ACM) Degré(s): 7-8P Titre requis: Certificat / Diplôme/Master de... Weiter - Enseignant généraliste ou spécialisé
Secteur d'enseignement: primaire Degré(s): Cycles Harmos 1 et 2, degrés 3P à 8P Titre requis:... Weiter - Masterarbeit in der Basler- Sicherheitswelt zum Thema "Einbruch "
| http://www.baloise.ch / karriere Unterstützen Sie uns am Standort Baselals Masterarbeit in der... Weiter - Automation Scientist
The Lab automation facility (LAF) is a newly established scientific core facility within the ETH... Weiter - zwei Wissenschaftliche Mitarbeiter/innen (50-80%)
Ihre Aufgaben Mitarbeit bei der Planung und Durchführung von Forschungs- und Beratungsprojekten... Weiter - Architekt/in oder Ingenieur/in für die Baupreisstatistik
12668 Für unser Team suchen wir eine Person, die ihr Wissen betreffend Baugewerbe in die... Weiter - Maître(sse) de ACT - ACM - TMA, remplacement de longue durée, 12-15 périodes
Maître(sse) de ACT - ACM - TMA, remplacement de longue durée, 12-15 périodes. Duré d'engagement du... Weiter - Maître(sse) de ACM - TMA - ACT; CDD de 8 périodes
ACT - ACM - TMA 8 périodes. Le poste nécessite des déplacements sur les 4 communes de... Weiter - Maître(sse) de CIF remplacement longue durée - Français intensif primaire éventuellement secondaire
Français intensif au primaire éventuellement secondaire 13 à 16 périodes. Le poste nécessite des... Weiter - Über 20'000 weitere freie Stellen aus allen Berufsgruppen und Fachbereichen.

Internetpräsenz aufbauen?
www.grundnahrungsmitteln.de www.pseudogottes.info www.wirtschaftsleistung.ch www.situationen.org www.verschuldung.net www.erbschaftssteuer.com www.fieberwahn.de www.regulation.info www.kreationisten.ch www.reaktionen.org www.erklaerung.net
Registrieren Sie jetzt komfortabel attraktive Domainnamen!

- BVK-Korruptionsaffäre: Fünf Berufungen beim Obergericht
- Wertschöpfung der Schweizer Banken geht kontinuierlich zurück
- Weltgrösste Luftfahrtschau bei Paris
- SP im Kampf gegen «Geiselhaft» durch Banken
- Lohnschere öffnet sich weiter
- Schweizer Reichtum durch Erben und Sparen
- Mehr Ärger bei Post-Kunden
- Weitere Wirtschaftsmeldungen
- «Solar Impulse» meistert vorletzte Etappe seiner USA-Überquerung
- Payerne plant die grösste Solaranlage der Schweiz
- Kann sich Europa einen Handelskrieg mit China leisten?
- Greenpeace: Obama verharmlost CO2-Belastung
- China prüft Strafzölle auf europäische Weine
- Steht ein Durchbruch der Photovoltaik bevor?
- Better Place zieht den Stecker
- Letzte Meldungen
- Armband 2.0: Gadget weist auf Handy-Aktivität hin
- Pegatron erhält Auftrag für «Billig-iPhone»
- Smartphone mittels Körperwärme laden
- Vogel-Apps stressen Vögel
- Apple-Konzern überarbeitet das iPhone-Betriebssystem
- Apple stellt neuen Desktoprechner Mac Pro vor
- Roboter spioniert Brände aus
- Letzte Meldungen
- Seminare zum Thema Gesellschaft und Soziales, Ethik
- Familienfrau - auf zu Neuem - Infoveranstaltung
- Certified Ethical Hacker
- Hochzeitstanz
- Grundlagen der Ritualgestaltung
- Coachend Kinder begleiten
- Zu den drei Jungfrauen wallfahren (Zusatzkurs)
- Ganzheitliche Paar- und Familienberatung IKP: Methoden, Diagnosen, Live-Arbeit
- Wie gut ist unsere Beziehung: Soziale Interaktionsprozesse zwischen Therapeut und Klient verstehen und verbessern
- SeniorenspielleiterIn: Brienzer Spielwoche
- SpielprojektleiterIn: Brienzer Spielwoche
- Weitere Seminare































