Ukraine
Die Feuerpause in der Ukraine ist brüchig
publiziert: Montag, 8. Sep 2014 / 09:44 Uhr
Die Waffenruhe muss von einer unabhängigen Seite kontrolliert werden. (Symbolbild)
Die Waffenruhe muss von einer unabhängigen Seite kontrolliert werden. (Symbolbild)

Donezk - Trotz einer vereinbarten Waffenruhe ist es im ostukrainischen Krisengebiet erneut zu Feuerstössen und Artilleriebeschuss gekommen. Bewohner der Städte Donezk und Mariupol berichteten am Montagmorgen von Detonationen und Schüssen in den Vororten.

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Von Opfern war zunächst nichts bekannt. Die prowestliche Führung in Kiew und die moskautreuen Separatisten beteuerten, sich an die Feuerpause zu halten. Militärexperten zufolge könnten die Provokationen aber von regierungsnahen Freiwilligenbataillonen sowie von Freischärlern in Reihen der Aufständischen kommen.

Die Separatisten liessen unterdessen wie vereinbart weitere Regierungskämpfer aus der Gefangenschaft frei.

Verhängung eines Ausnahmezustands

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko besprach bei einem Telefonat mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel die Lage. Beide hätten sich dafür ausgesprochen, dass die Waffenruhe von unabhängiger Seite kontrolliert werden müsse, teilte das Präsidialamt in Kiew mit.

Dem ukrainischen Regierungschef Arseni Jazenjuk zufolge ist die Verhängung des Ausnahmezustands in der Ostukraine nicht zu vermeiden, sollte die derzeitige Feuerpause scheitern. «Unsere westlichen Partner werden uns dann zwar kritisieren, aber es gibt keine Alternative», sagte Jazenjuk dem ukrainischen TV-Sender 1+1.

(flok/sda)

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