Die Jagd auf Federer unter der Sonne Floridas
publiziert: Dienstag, 23. Mrz 2004 / 12:56 Uhr

Bleibt Roger Federer auch an den Players Championships in Key Biscayne der unschlagbare Regent auf der ATP-Tour? Die Schweizer Weltnummer 1 strebt in Florida nach den Titeln beim Australian Open und in Indian Wells den dritten grossen Triumph des Jahres an.

Roger Federer wird in Key Biscayne von der Weltelite gejagt.
Roger Federer wird in Key Biscayne von der Weltelite gejagt.
Beim sogenannten "5. Grand-Slam-Turnier" ist das Feld, das Jagd auf den Branchenprimus macht, beinahe komplett. Von den Top 20 der Weltrangliste fehlt einzig die Nummer 2, der Spanier Juan Carlos Ferrero, der wegen einer Windpocken-Erkrankung nach dem Forfait in Indian Wells auch auf das Turnier in Key Biscayne verzichten muss.

Die übrigen Cracks sind in Florida dabei, um Federer, der gemäss Andre Agassi derzeit eine Stufe über den anderen steht und zuletzt elfmal in Serie gewonnen hat, zu schlagen. Denn nach dem diskussionslosen Erfolg im Final von Indian Wells gegen Tim Henman fragt sich die (neutrale) Tennis-Welt besorgt, wer Federer nun besiegen könnte.

Keine Angstgegner mehr

In der Tat hat der Schweizer mit Henman seinen letzten "Angstgegner" auf der Tour geschlagen und damit seit dem Masters im vergangenen November alle Spieler bezwungen, gegen die er zuvor eine negative Bilanz aufgewiesen hatte: dreimal gewann er gegen Agassi, David Nalbandian schlug er in Houston und in Melbourne, Lleyton Hewitt bezwang Federer beim Australian Open und nun besiegte er Henman in der kalifornischen Wüste. "Houston war für mich ein Wendepunkt. Seither weiss ich, dass ich vor keinem Gegner mehr Angst haben muss", sagte Federer nach dem Sieg in Indian Wells.

In Miami wird Federer indes erst in der nächsten Woche gegen einen Hochkaräter antreten müssen. Zunächst geniesst er ein Freilos, dann trifft er in der 2. Runde auf den Sieger der Partie zwischen dem Russen Nikolai Dawidenko (ATP 54) und Thomas Johansson, dem schwedischen Melbourne-Sieger von 2002, der das letzte Jahr wegen Verletzungen verpasst hat und im Ranking aus den Top 200 gefallen ist. Im Viertelfinal aber könnte es zur Final-Reprise der letzten Woche gegen Henman kommen; ein anderer möglicher Widersacher in der Runde der letzten acht wäre Hewitt.

Sollte Federer auf der Halbinsel vor Miami unter der Sonne Floridas ebenso unwiderstehlich auftreten wie zuletzt, könnte er der dritten Spieler sein, dem im ersten Quartal der Saison das Triple gelingt. Hintereinander in Melbourne, Indian Wells und Key Biscayne haben bisher erst Pete Sampras (1994) und Andre Agassi (2001) triumphiert. Erreicht jedoch Federer den Final im Crandon Park von Key Biscayne, hätte er ein wahres Mammutprogramm bewältigt. Das Endspiel am 4. April wäre die 16. Partie in 34 Tagen. Und alle diese Spiele würden bei grosser Hitze stattgefunden haben.

Hitze und Feuchtigkeit

Entsprechend sorgen die klimatischen Bedingungen in Miami bei Federer derzeit für die tiefsten Sorgenfalten. Denn obwohl er immer wieder betont, wie sehr er die Atmosphäre in Key Biscayne schätzt, sagte er auch: "Die Hitze in Florida macht mir wegen der Feuchtigkeit mehr zu schaffen als die hohen Temperaturen in den Wüsten von Indian Wells und Dubai."

Ob neben Federer noch ein zweiter Schweizer im Haupttableau geführt wird, entschied sich erst in der Nach zum Mittwoch. Ivo Heuberger traf in der 2. Runde der Qualifikation auf den Südafrikaner Wesley Moodie. Bereits in der 1. Runde scheiterte derweil Michel Kratochvil.

Comeback von Serena Williams

Während beim Männerturnier das angebliche Duell Federers gegen den Rest der Welt im Mittelpunkt steht, fokussiert sich das Interesse bei den Frauen auf das Comeback von Serena Williams. Die Amerikanerin, derzeit nur noch auf Platz 6 der Weltrangliste positioniert, kehrt nach über achtmonatiger verletzungbedingter Pause auf den Court zurück. Serenas letztes Spiel war der Wimbledon-Final Anfang Juli. Dank der Rückkehr der jüngeren der Williams-Schwestern lässt sich für die Organisatoren auch die Absenz der Belgierinnen Justine Henin-Hardenne und Kim Clijsters eher verschmerzen. Henin-Hardenne bereitet sich in Europa auf die Sandplatz-Saison vor, während Clijsters wegen einer in Indian Wells erlittenen Knöchelverletzung fehlt.

Nach der Absage von Patty Schnyder (Oberschenkelverletzung) und dem Scheitern von Marie-Gaïané Mikaelian in der Qualifikation stehen im Haupttableau des Frauenturniers nur noch zwei Schweizerinnen: Emmanuelle Gagliardi und Myriam Casanova. Gagliardi (WTA 75) versucht erstmals seit dem vergangenen Juli zwei Runden zu überstehen und muss sich dafür zuerst gegen eine Qualifikantin und dann allenfalls gegen die als Nummer 28 gesetzte Russin Lina Krasnorutskaia (WTA 37) durchsetzen. Casanova (WTA 90), die erstmals in Key Biscayne antritt, trifft in der 1. Runde auf die Amerikanerin Jamea Jackson.

(Stefan Wyss/Si)

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