Die NLB spricht Französisch
publiziert: Freitag, 16. Sep 2005 / 12:03 Uhr

Eine Woche nach der NLA startet am Freitag auch die Nationalliga B in die neue Saison. Absteiger HC Lausanne, der EHC Biel und die Walliser Vereine HC Sierre und EHC Visp bilden den Favoritenkreis.

Trainer von EHC Biel: Kim Collins.
Trainer von EHC Biel: Kim Collins.
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In der zweithöchsten Spielklasse wird überwiegend französisch gesprochen. Acht von zwölf Teams spielen westlich von Bern: Meister Basel wurde durch NLA-Absteiger Lausanne ersetzt; Thurgau musste im Frühling seinen Platz zu Gunsten des HC Martigny räumen.

Die Klubs aus der Romandie, wo der Rubel für den Sport nicht mehr so rollt, fühlen sich in der NLB wohl. In der Westschweiz ist es schwierig, Spitzensport zu finanzieren.

Die TV-Spiele

Drei welsche Fussballklubs mit grosser Tradition (Sion, Lausanne, Servette) haben eine finanzielle Pleite hinter sich; im Eishockey bewegen sich Servette und Fribourg budgetmässig in der zweiten NLA-Hälfte.

Auch diese Saison überträgt die U1 TV-Station mindestens zwölf Spiele aus der Qualifikation und danach die Playoffs. Trotz der Übertragungen brachte das letzten Herbst gestartete Projekt einer zentralen Ligavermarktung aber noch nicht den gewünschten Erfolg.

Fehlende Finanzen

«Es wäre jedoch falsch, von einer Enttäuschung zu sprechen», so Heinz Schlatter (SC Langenthal), «vielmehr erwischten wir für den Start unseres Projekts einen komplett falschen Zeitpunkt.»

Ab diesem Herbst versucht die Werbeagentur Sport Concept mit Direktor Stéphane Blum (ehemaliger Marketingchef von Fribourg-Gottéron) Finanzen für die NLB zu generieren.

Schlatter: «Dabei muss die Ligastruktur mit acht Klubs aus der Romandie kein Nachteil sein. Vielleicht können ja mal die Deutschschweizer Teams von einem Sponsor aus der Westschweiz profitieren.»

Rückkehr in die NLA

Sportlich werden Absteiger Lausanne, der EHC Biel und die Walliser Klubs Sierre und Visp an der Spitze erwartet. Biel lechzt seit zehn Jahren nach der Rückkehr in die NLA. Lausanne setzte sich nur die Halbfinals zum Ziel, möchte aber im Frühling bereit stehen, falls «sich Türen öffnen».

Im Wallis wollen Visp (neu mit Riccardo Fuhrer an der Bande) und Sierre beide primär besser klassiert sein als der Erzrivale. Dieses Duell pusht beide Vereine Richtung NLB-Spitze.

Was erwartet die Deutschschweizer Teams?

Langenthal, das letzte Saison Platz 4 und die Halbfinals erreichte, entwickelte sich vom chancenlosen Aufsteiger zu einer straff organisierten und äusserst gesunden NLB-Organisation.

Die Playoffs sollten geschafft werden. Auch die wenig ambitionierten GCK Lions als Farmteam der ZSC Lions dürften sich ihren Playoffplatz wieder sichern.

Der EHC Chur und der EHC Olten kämpfen nicht nur um diese Playoffqualifikation, sondern auch um die Gunst der Fans. Beide müssen beweisen, dass sie in der NLB (finanziell) überleben können.

Freitag, 16. September. 1. Runde: Ajoie - Martigny. Chur - La Chaux-de-Fonds. GCK Lions - Biel. Langenthal - Morges. Lausanne - Visp (19.45). Sierre - Olten.

Samstag, 17. September. 2. Runde: Biel - Langenthal. La Chaux-de-Fonds - Ajoie. Morges - Chur. Martigny - GCK Lions (19.00). Olten - Lausanne (17.30). Visp - Sierre (17.45).

(bsk/Si)

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