Die Olympischen Spiele sind eröffnet
publiziert: Freitag, 10. Feb 2006 / 22:36 Uhr / aktualisiert: Samstag, 11. Feb 2006 / 06:12 Uhr

Um 22.10 Uhr sprach der italienische Staatspräsident Carlo Azeglio Ciampi die traditionelle Eröffnungsformel: «Ich erkläre die 20. Olympischen Winterspiele in Turin für eröffnet.»

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Während der stimmungsvollen und spektakulären, aber gleichzeitig auch gediegenen und einfachen Zeremonie vor 35000 Zuschauern im Stadio Olimpico wurden Erinnerungen wach: Hätte das Internationale Olympische Komitee (IOC) vor sieben Jahren die Spiele an den Favoriten Sion vergeben, wäre die Eröffnungsfeier im Wallis durchgeführt worden. Es wären nach den Austragungen von 1928 und 1948 in St. Moritz die dritten Winterspiele in der Schweiz gewesen.

Stattdessen blickten bis zu zwei Milliarden weltweit vor dem Fernsehen nach Turin, wo IOC-Präsident Jacques Rogge die Teilnehmer dazu aufforderte, «diesen Spielen die Magie zu geben, die wir alle wünschen, und zwar nicht nur durch ihre Leistung, sondern auch durch ihr Verhalten». Die Sportler sollten im Geiste des Fairplay, in gegenseitigem Verständnis und Respekt, sauber und ohne Doping kämpfen.

Schweizer angeführt von Philipp Schoch

Die Schweizer, angeführt von Snowboard-Olympiasieger Philipp Schoch als Fahnenträger, marschierten gemäss italienischem Alphabet (Svizzera) hinter den USA, Südafrika und Schweden ein. In ihren weissen Anzügen mit roten (oder Pelz-) Mützen und roten Halstüchern hinterliessen sie einen guten Eindruck. Die Schweiz gehörte zu den grossen Teams der insgesamt 80 einmarschierenden Nationen.

Vor dem Einmarsch der teilnehmenden Länder hatten die durch Disco- Musik der Siebziger- und Achtzigerjahre in Partystimmung versetzten Zuschauer eine Atem beraubende Show geboten bekommen.

Diverse Höhepunkte

Rund 6000 Künstler erfüllten die Feier unter dem Motto der Spiele: «Passion lives here - Leidenschaft lebt hier» mit Leben. Tanzeinlagen wechselten sich ab mit spektakulärer Akrobatik und Ausflügen in die Geschichte.

Zu den Höhepunkten des Festes, das Italiens Turn-Star Yuri Chechi mit Hammerschlägen auf einen Amboss eröffnete, zählte ein Ferrari-rot gekleideter Skater, der mit einem Feuerschweif aus dem Helm um das Stadion-Oval flitzte. Begeisterung auf den Rängen kam auch auf, als 413 Menschen mit ihren Körpern einen Skispringer symbolisierten und Luca Badoer mit einem Formel 1-Boliden von Ferrari die olympischen Ringe auf den Boden zeichnete.

Belmondo und nicht Tomba

Bis wenige Stunden vor Beginn der Eröffnungsfeier hatte noch Uneinigkeit geherrscht, wer das olympische Feuer entzünden soll. Das Turiner Organisationskomitee hatte auf den dreifachen Goldmedaillengewinner Alberto Tomba gesetzt, das Nationale Olympische Komitee (CONI) hingegen hatte Stefania Belmondo bevorzugt. Letzteres setzte sich schliesslich durch und so kam die mit 10 Medaillen erfolgreichste italienische Olympionikin zum Zuge.

Den olympischen Eid sprach der italienische Slalom-Star Giorgio Rocca als Vertreter der rund 2500 Aktiven.

Bekannte Namen bei den Fahnenträgern

Bekannte Namen unter den Fahnenträgern waren die Alpin-Skifahrerinnen Renate Götschl (Ö), Janica Kostelic (Kro), Maria José Rienda (Sp) und Anja Pärson (Sd), sowie Kathi Wilhelm (De/Biathlon) und Arturs Irbe (Lett/Eishockey).

Bei den Italienern, die als Gastgeber am Schluss einmarschierten, kam die ehrenvolle Aufgabe Eiskunstläuferin Carolina Kostner zu. Die italienische Delegation setzte in ihren silberfarbenen Daunenjacken auch optisch ein Glanzlicht. Wie vor zwei Jahren bei den Sommerspielen in Athen betraten die Mannschaften aus Nord- und Südkorea hinter einer gemeinsamen Fahne die Arena.

Wetter als gutes Omen

Turin hatte sich am Tag der Eröffnungsfeier in strahlendem Sonnenschein präsentiert. Auch in den Bergen um Sestriere herrschte am Freitag weitgehend wolkenloser Himmel - ein gutes Omen für die Spiele.

(smw/Si)

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