Die Plüschkuh «Cooly» als WM-Star
publiziert: Montag, 4. Mai 2009 / 18:36 Uhr

Nicht einer der NHL-Spieler oder ein Schweizer Akteur, sondern eine zweibeinige, sehr bewegliche Kuh ist der bisherige Star dieser WM. Das Maskottchen «Cooly» hat die Herzen der Zuschauer überraschend schnell und im Sturm erobert.

Das Maskottchen «Cooly» hat die Herzen der Zuschauer überraschend schnell und im Sturm erobert.
Das Maskottchen «Cooly» hat die Herzen der Zuschauer überraschend schnell und im Sturm erobert.
«Ohne Cooly ist hier gar nichts los», sangen die deutschen Fans im Lauf der (verlorenen) Partie gegen Dänemark. Ganz so dramatisch war die Lage wohl kaum, sie brachten aber auf den Punkt, was vielen WM-Besuchern in Erinnerung bleiben wird: Eine coole Kuh mit aussergewöhnlichem Talent und fotogenen Zügen.

Fast 300'000 Zuschauer haben Cooly in den beiden WM-Stadien Bern und Kloten tanzen, animieren oder Schabernack treiben sehen. Bald 8000 Personen outeten sich auf der Internet-Plattform Facebook als Fans. An den offiziellen Verkaufsständen der WM ist die Miniaturform der sportlichen Kuh in Eishockey-Ausrüstung der Hit und das wohl meistfotografierte Objekt der Titelkämpfe.

Unter der zu Beginn eines Arbeitstags rund 15 kg schweren Plüsch-Ausrüstung der Publikumslieblinge stecken professionelle Tänzer aus Kanada, die laut Geschäftsführer Christian Lanquette während der WM einen «angemessenen Lohn» erhalten.

Zur illustren Kundschaft der Firma aus der Provinz Québéc, die 18 Animateure unter Vertrag hat, gehören neben Anlässen in Einkaufszentren oder in Sportstadien unter anderem die NHL-Teams aus Ottawa, Montreal und Toronto.

Typisch helvetische Werte

In der Schweiz vermitteln die tanzenden Kanadier in ihren Kuhkostümen mit leichtem Wohlstandsbauch typisch helvetische Werte wie Gutmütigkeit, Natürlichkeit, Tradition oder Sportlichkeit. Die Mischung, gepaart mit den pantomimischen Fähigkeiten (Cooly ist «stumm»), kommt bei den Zuschauern bestens an.

In beiden Stadien wurde Cooly mit Sprechchören gefeiert, in Kloten hatten die am Nachmittag an schwächer frequentierten Spielen jeweils zahlreich anwesenden Schüler am tierischen Star einen Narren gefressen.

Und laut WM-Generalsekretär Gian Gilli haben sich die deutschen Organisatoren der WM 2010 bereits nach den Konditionen für ein Engagement der Cooly-Darsteller erkundigt.

Gilli und Co. waren im vergangenen Jahr in Kanada auf diese professionelle Art von Animation aufmerksam geworden. «Ich glaube, es war ein guter Entscheid. Die Zuschauer haben ihren Spass», sagte der Bündner. «Trix» und «Flix», die leicht skurrilen Maskottchen der EURO 2008, hätten von einer ähnlichen Begeisterungswelle nur träumen können.

(smw/Si)

 
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