Swiss Indoors starten am Montag
Die Rückkehr von Rafael Nadal
publiziert: Freitag, 17. Okt 2014 / 16:49 Uhr
Rafael Nadal kann in Basel wieder einmal mittun.
Rafael Nadal kann in Basel wieder einmal mittun.

Die am Montag mit dem Hauptturnier beginnenden Swiss Indoors in Basel können mit drei Spielern aus den Top 4 und sechs aus den Top 15 der Weltrangliste aufwarten. Im Fokus stehen Roger Federer, Rafael Nadal und Stan Wawrinka.

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Diesmal scheint es zu klappen: Rafael Nadal wird erstmals seit 2004 die Swiss Indoors bestreiten. Im letzten Jahr hatte der 14-fache Sieger von Grand-Slam-Turnieren kurzfristig absagen müssen. In diesem Jahr bangten die Basler Organisatoren lange Zeit um seine Teilnahme. Im Sommer war der Mallorquiner wegen einer Handgelenkverletzung mehrere Wochen ausgefallen und seit Anfang Monat macht ihm der entzündete Blinddarm zu schaffen. Dank der Einnahme von Antibiotika sei der Start in Basel aber gefahrlos möglich, versicherte sein Onkel und Trainer Toni Nadal.

Heute trainierte der Weltranglisten-Dritte schon kurz nach seiner Landung in Basel ein erstes Mal in der St. Jakobshalle mit Stan Wawrinka. Seine Erstrunden-Partie wird Nadal wie Wawrinka am Montagabend bestreiten, unmittelbar nach der Turniereröffnung mit dem traditionellen Show-Akt, für den in diesem Jahr der kanadische Sänger und Songwriter Paul Anka besorgt ist. In welcher Verfassung sich Nadal präsentieren wird, ist unklar. Er kann wegen seiner Blinddarmentzündung nicht so trainieren, wie er sich das wünschen würde, und seine letzten Resultate waren enttäuschend. In Peking und Schanghai, seine ersten Turniere seit Wimbledon, gewann er nur zwei Partien.

Bei den Swiss Indoors stand Nadal schon zweimal im Einsatz. 2003 erhielt der damals 17-Jährige von den Organisatoren eine Wildcard und verlor in der 1. Runde gegen Landsmann Feliciano Lopez, der ihn zuletzt auch in Schanghai geschlagen hat. Auch 2004 unterlag er in Basel in der ersten Runde. Selbst wenn Nadal vor zehn Jahren in der St. Jakobshalle noch nicht für grosses Aufsehen gesorgt hatte, half die damals an ihn vergebene Einladung, ihn wieder ans Rheinknie zu lotsen. Der 28-Jährige hat die Geste von Turnierdirektor Roger Brennwald nicht vergessen und liess sich 2013 auf einen Dreijahresvertrag mit dem drittgrössten Hallenturnier der Welt ein.

Die einmalige Konstellation

Dass Brennwald vor der 45. Austragung der Swiss Indoors von einer aussergewöhnlichen Konstellation spricht, liegt aber nicht am Kommen von Nadal, sondern an den Weltranglisten-Klassierungen der besten Einheimischen: «Zwei Schweizer unter den besten vier ist einmalig. Etwas Besseres hätte dem Turnier nicht passieren können.» Roger Federer strebt nach zuletzt zwei Finalniederlagen gegen den in diesem Jahr verletzungsbedingt abwesenden Juan Martin del Porto seinen sechsten Turniersieg an. Nimmt man die letzten Resultate des Baselbieters als Massstab, stehen die Chancen hierfür gut. Seit Wimbledon gewann er 27 seine 30 Partien sowie die Masters-1000-Events in Cincinnati und Schanghai.

Federers Lauf hat dazu geführt, dass er die Chance besitzt, Novak Djokovic vor Jahresende noch von Platz 1 des ATP-Rankings zu verdrängen. An seinem Heimturnier könnte er in der Jahreswertung 500 Punkte auf den Serben wettmachen und den Rückstand auf 490 Zähler reduzieren. Es wäre eine ideale Ausgangslage vor dem Masters 1000 in Paris-Bercy und dem Saisonfinale in London, wo zusammengezählt im besten Fall noch 2500 Punkte zu holen sind. Federer dürfte am Dienstag erstmals im Einsatz stehen.

Wawrinka trat in den letzten Wochen weniger überzeugend auf. Die Reise in den Fernen Osten, nach Tokio und Schanghai, brachte nichts Zählbares ein. Zweimal verlor der Waadtländer sein Startspiel. Auch in Basel unterlag er 2013 und 2012 gleich zum Auftakt. Nun kann er sich am Montagabend, unmittelbar nach dem Auftritt von Nadal, dem Basler Publikum von seiner besseren Seite zeigen, jene die ihn zum Turniersieg bei den Australian Open führte.

Noch Tickets für den Montag

Neben Nadal, Federer und Wawrinka sind mit Milos Raonic (ATP 9) sowie den spektakulär aufspielenden Grigor Dimitrov (ATP 10) und Ernests Gulbis (ATP 13) drei weitere Akteure aus den Top 15 in Basel am Start. Dazu kommen andere interessante Spieler, etwa der Belgier David Goffin (ATP 28), der seit Wimbledon 39 seiner 41 Partien gewinnen konnte, oder der Österreicher Dominic Thiem (ATP 38). Auch Lokalmatador Marco Chiudinelli (ATP 178) hat seinen Platz im Hauptfeld auf sicher. Er bekam von den Organisatoren eine Wildcard zugesprochen.

Mit dem hochkarätigen Feld haben die mit einem Budget von knapp 20 Millionen Franken ausgestatteten Swiss Indoors ihre finanziellen Möglichkeiten in etwa ausgereizt. Wie bereits im Vorjahr dürften gut 70'000 Zuschauer den Anlass an den neun Tagen besuchen. Die letzten drei Spieltage waren nach 40 Minuten ausverkauft, für den Montag mit «Rafa», Wawrinka und Anka gibt es noch knapp 200 Tickets. Das Schweizer Fernsehen berichtet während der gesamten Woche live vom Turnier.

(bg/Si)

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