Die Schweiz hat Olympia-Fieber
publiziert: Donnerstag, 2. Nov 2000 / 18:27 Uhr / aktualisiert: Montag, 6. Nov 2000 / 11:33 Uhr

Zürich - Nach der Kandidatur Bern-Montreux steigt auch Zürich/ Graubünden ins Rennen um die Austragung der Olympischen Winterspiele 2010. Die Promotoren reichten am Donnerstag beim Schweizerischen Olympischen Verband das Kandidaturdossier ein, wie es an Medienkonferenzen in Zürich und Chur hiess.

Die Schweiz soll 2010 Austragungsort der Olympischen Winterspiele sein. Das ist der Traum von zwei Kandidaturkomitees, die am Donnerstag ihre Bewerbungsunterlagen beim SOV einreichten. Nachdem die Kandidatur Bern-Montreux bereits letzten Montag über ihre Pläne informiert hatte, lüftete am Donnerstag die Task Force Winterspiele 2010 Zürich/Graubünden den Schleier.

Die Promotoren setzen bei den Durchführungsstätten grösstenteils auf bestehende Anlagen und auf den öffentlichen Verkehr. In Zürich soll neben den Eröffnungs- und Schlussfeiern das Hockeyturnier der Männer stattfinden. Zudem bringt die Stadt ein attraktives Kultur- und Unterhaltungsangebot sowie Erfahrung bei der Organisation von Grossanlässen in die Kandidatur ein, wie Stadträtin Monika Weber sagte.

Der Grossteil der Sportveranstaltungen soll aber in Graubünden durchgeführt werden. Vorgesehen sind die Austragungsorte Chur (Eiskunstlaufen, Short-Track), Flims/Laax (Curling, Skiakrobatik, Snowboard), Lenzerheide (Ski Alpin Damen, Biathlon), Davos (Eishockey Damen, Eisschnelllauf, Langlauf) und St. Moritz (Ski Alpin Herren, Bob, Rodeln, Skeleton). Skisprungwettkämpfe und Nordische Kombination sollen in Einsiedeln (SZ) stattfinden, wo mit oder ohne Olympia der Bau neuer Sprungschanzen geplant ist.

Das Konzept gewährleiste die Nachnutzung der Sportinfrastrukturen durch den Breiten- und Spitzensport. Das Budget für die nationale Kandidatur Zürich/Graubünden beträgt laut Task Force 750.000 Franken, für eine internationale Kandidatur sind 13,6 Millionen Franken vorgesehen. Die Investitionen in die eigentlichen Veranstaltungen der Spiele werden auf 940 Millionen Franken veranschlagt, für die Infrastruktur wird mit Kosten von 220 Millionen Franken gerechnet.

Verschiedene Gründe sprechen laut Task-Force-Geschäftsführer Gerard Jenni dafür, dass das Internationale Olympische Komitee 2003 bei der Vergabe der Winterspiele 2010 die Schweiz berücksichtigt, nachdem die Kandidatur Sion 2006 Turin unterlegen war.

Unter anderem belohne das IOK häufig einen zuvor enttäuschten Bewerber. Zudem hätten die Winterspiele in der Vergangenheit meistens zweimal nacheinander in Europa stattgefunden, weshalb auch 2010 damit gerechnet werden dürfe.

Eine erste Hürde müssen die beiden beim SOV eingereichten Projekte am kommenden 17. Januar nehmen. Dann entscheidet das nationale Sportparlament darüber, welcher Bewerbung der Vorzug gegeben werden soll. Fällt die Wahl auf die Kandidatur Zürich/Graubünden, sind die Promotoren überzeugt, auch beim Volk Unterstützung zu finden. In allen drei betroffenen Kantonen sollen allenfalls Volksabstimmungen über die Durchführung der Spiele abgehalten werden.

(sda)

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