Der frühe Schnee bedeckt die Schweiz und sorgt für Zwischenfälle
Die Schweiz ist eingeschneit
publiziert: Sonntag, 28. Okt 2012 / 17:46 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 28. Okt 2012 / 18:47 Uhr
Noch nie, seit Messebeginn im Jahr 1931, ist in der Stadt Bern im Monat Oktober so viel Schnee gefallen.
Noch nie, seit Messebeginn im Jahr 1931, ist in der Stadt Bern im Monat Oktober so viel Schnee gefallen.

Bern - Der Winter hat am Wochenende einen ersten Gruss geschickt. Anhaltender Schneefall legte eine weisse Decke über die Schweiz. In den Bergen gab es lokal bis zu 40 Zentimeter Neuschnee. Die Stadt Bern wartete mit einem Rekord auf.

4 Meldungen im Zusammenhang
Noch nie seit Messebeginn im Jahr 1931 sei in Bern im Monat Oktober so viel Schnee gefallen wie am Wochenende, sagte ein Sprecher von MeteoSchweiz auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Am Sonntagabend lagen in der Bundesstadt 12 Zentimeter der weissen Pracht.

Schneefälle bis in tiefe Lagen im Oktober sind äusserst selten. Zwar gab es auch in den Jahren 2008 und 2003 Oktoberschnee im Mittelland - zuvor aber jahrzehntelang nicht. Insgesamt fielen in den tiefen Lagen am Wochenende verbreitet zwischen 5 und 15 Zentimeter Schnee, wie SF Meteo meldete.

Im Jura und im Baselbiet gab es stellenweise sogar rund 20 Zentimeter. Mit 28 Zentimetern am meisten bekam Mervelier JU, das auf 556 Metern westlich des Scheltenpasses liegt. In den Alpen bewegen sich die Neuschneemengen zwischen 15 und 40 Zentimetern, wie das Institut für Schnee- und Lawinenforschung meldete. Im Tessin hingegen hat es unter 600 Metern geregnet.

Weil die Temperaturen in den nächsten Tagen wieder ansteigen, dürften in den niedrigen Lagen die letzten Schneeflecken bis spätestens am Mittwoch wieder verschwunden sein.

Mit Sommerreifen unterwegs

Wenn der erste Schnee fällt, führt dies stets auch zu Schwierigkeiten auf den Strassen. Am Sonntag meldete allein der Kanton Bern rund 90 Unfälle. Auf der Freiburger Autobahn bei Vaulruz kam es zu einer Massenkarambolage mit acht Fahrzeugen. Vom Wind verwehter Schnee hatte die Fahrbahn bedeckt. Die Autobahn war zeitweise gesperrt.

Gemäss Polizeiangaben haben viele Lenker ihr Tempo nicht den winterlichen Verhältnissen angepasst. Ausserdem waren etliche Fahrzeuge noch mit Sommerreifen unterwegs und gerieten deshalb ins Rutschen. Der Touring Club Schweiz TCS war am Wochenende mit einem Grossaufgebot von 220 Patrouillen im Einsatz.

Mehrere Strassen mussten wegen umgestürzter Bäume oder herabgefallener Äste vorübergehend gesperrt werden. Der Schnee wog schwer auf den Bäumen, weil diese noch Laub tragen. Ausserdem blies bisweilen starker Wind. Das Amt für Wald beider Basel riet der Bevölkerung, auf Waldspaziergänge zu verzichten.

Fussballspiel abgesagt

Keine grösseren Probleme traten im Bahnverkehr auf. Nicht fahren konnte am Sonntag die Stanserhorn-Bahn sowie Bergbahn auf den Pilatus. Im Grossraum Genf, wo zwar kein Schnee fiel, aber der Wind heftig blies, mussten die Reisenden Unterbrüche auf verschiedenen Tram- und Buslinien hinnehmen.

In Bern wurde wegen des vielen Schnees das Fussballspiel zwischen YB und Luzern, das am Sonntagnachmittag hätte stattfinden sollen, abgesagt. Der starke Schneefall und der eisige Wind hatten dem Spielfeld zu stark zugesetzt. Am Lausanner Marathon fiel der Kinderlauf aus.

 

(asu/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Infolge des Wintereinbruchs am Wochenende ist es in der Schweiz zu zahlreichen Verkehrsunfällen ... mehr lesen
Viele Autofahrer hatten noch keine Winterreifen montiert.
Die Feuerwehr hatte viel zu tun.
Am Wochenende wurde die ganze Schweiz eingeschneit. Der frühe ... mehr lesen
Paris/Frankfurt - Der ungewöhnlich frühe Wintereinbruch hat in Teilen Europas mit Kälte, Schneefall und heftigen Stürmen für ... mehr lesen
In einigen Regionen Deutschlands schneite es so stark wie noch nie in einem Oktober seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.
Vorsicht: Derzeit ist die Lage auf Schweizer Strassen wegen Schnee und Eis prekär!
Bern - Der Schneefall bis ins Mittelland hat vielerorts zu Schwierigkeiten auf der Strasse geführt. Allein im Kanton Zürich kam ... mehr lesen
In der Deutschschweiz kann grösstenteils Feuerwerk abgebrannt werden.
In der Deutschschweiz kann grösstenteils Feuerwerk abgebrannt ...
1. August  Bern - In der Deutschschweiz werden am 1. August vielerorts Feuerwerke den Himmel erhellen. Nach den Regenfällen hob etwa der Kanton Bern das Feuerverbot teilweise auf. In der Romandie und einigen Kantonen im Mittelland ist Feuerwerk aber nur unter Auflagen erlaubt. 
Feuerwerk-Verbot für fast die ganze Schweiz Bern - Wegen Hitze und Trockenheit dürfen Private in diesem Jahr fast in der ...
Kaltfront mit starkem Regen, Hagel und Sturmböen Bern - Die zweite Hitzewelle dieses Sommers verabschiedet sich mit ...
Hitzewelle  Lausanne - Die Unterstützung der Armee für die Wasserversorgung im Waadtländer Jura geht nicht ohne Misstöne über die Bühne. Ein Helikopter schöpfte verbotenerweise Wasser aus Flussgewässern. Zudem bediente sich die Armee bei einem französischen See.  
Armee versorgt Vieh mit Wasser Lausanne - Die Notmassnahmen für die Versorgung des Viehs im Waadtländer Jura haben begonnen. Die Armee stellte mehrere ...
Für die Waadtländer Voralpen muss der Kanton eigene Lösungen suchen.
In Teilen Ostpakistans überschwemmten über die Ufer getretene Flüsse Hunderte Dörfer. (Archivbild)
Jedes Unternehmen habe sich «ambitionierte Ziele» gesetzt, die Emissionen sollen dabei um bis zu 50 Prozent gesenkt werden.
Klimawandel US-Regierung verpflichtet Konzerne für Kampf gegen Klimawandel Washington - Die US-Regierung hat mehr als ein Dutzend Grossunternehmen für den Kampf gegen den Klimawandel verpflichtet. US-Konzerne wie ...
Überschwemmungen 36 Menschen sterben bei Überflutungen in Pakistan Islamabad - Bei Überschwemmungen nach ...
Arno Schlüter ist Professor für Architektur und nachhaltige Gebäudetechniken an der ETH Zürich.
ETH-Zukunftsblog Weiche Roboter für adaptive Gebäudefassaden Gebäudefassaden sind heute meist statisch und passen sich kaum wechselnden Bedingungen an. Am frisch eingeweihten House of Natural Resources kommt nun ...
Ziel des Weltklimagipfel im Dezember ist es, die Treibhausgas-Emissionen so zu verringern, dass sich die Erdatmosphäre um nicht mehr als zwei Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit erwärmt.
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
MI DO FR SA SO MO
Zürich 11°C 15°C bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Basel 11°C 15°C bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
St.Gallen 12°C 17°C bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Bern 14°C 22°C bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Luzern 15°C 22°C bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Genf 17°C 22°C bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Lugano 20°C 28°C leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen
mehr Wetter von über 6000 Orten