Die Schweiz kommt nicht um die Islam-Debatte herum
publiziert: Dienstag, 28. Feb 2006 / 10:37 Uhr

St. Gallen - Europa und die Schweiz sollten nach Ansicht der OSZE- Menschenrechtsbeauftragten Gret Haller vor dem Hintergrund des Karikaturenstreits die Diskussion mit den Moslems suchen. Ein «Kampf der Kulturen» stehe dagegen nicht zur Debatte.

Gret Haller fordert einen gesamtschweizerischen Diskurs.
Gret Haller fordert einen gesamtschweizerischen Diskurs.
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Die CVP hatte unlängst die Debatte über die Beziehungen zu den islamischen Minderheiten angestossen. Sie forderte Härte bei Sonderwünschen der islamischen Gläubigen, aber auch Toleranz in anderen Bereichen. Die FDP und die SP haben sich dagegen bisher mit Stellungnahmen zurückgehalten.

Bei derart wichtigen gesellschaftlichen Fragen sei es wohl richtig, sich Zeit zu lassen, sagte Haller in einem Interview mit dem «St. Galler Tagblatt». Die ganze Gesellschaft sollte sich am Diskurs beteiligen können.

Gespräche mit integrierten Moslems suchen

Wichtig sei, das Gespräch mit jenen Moslems zu suchen, die die Integration geschafft hätten. Sie könnten uns erklären, wie sie ihre Lebensweise mit der öffentlichen Ordnung in Einklang brächten. Die Parteien sollten das Thema nicht zur eigenen Profilierung lancieren, sagte Haller weiter.

Keine Abstriche könne es bei den Menschenrechten geben. Sie seien absolut und universal. Sobald man einen Teil der Menschheit aus diesen Rechten ausklammere, seien es keine Menschenrechte mehr.

(fest/sda)

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