Die Schweiz lebt auf zu grossem Fuss
publiziert: Mittwoch, 29. Okt 2008 / 08:00 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 29. Okt 2008 / 13:46 Uhr

Bern - Die Schweiz lebt über ihren Verhältnissen. Würden alle Menschen wie die Schweizerinnen und Schweizer leben, bräuchte es die Welt 2,4 Mal. Auf der internationalen Rangliste der Verbraucher liegt die Schweiz auf Platz 19.

Nur ein Bruchteil des verbrauchten Wassers wird zum Trinken und Waschen verwendet.
Nur ein Bruchteil des verbrauchten Wassers wird zum Trinken und Waschen verwendet.
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«Living Planet Report»
Der Zustand unseres Planeten.
panda.org

Unrühmlicher erster Rang beim ökologischen Fussabdruck belegen die Vereinigten Arabischen Emirate, dicht gefolgt von den USA.

Lebten wir in vergleichbarem Saus und Braus, bräuchte es 4,5 Planeten wie die Erde, um unsere Nachfrage nach natürlichen Ressourcen zu decken. Dies geht aus dem neuen WWF-«Living Planet Report 2008» hervor.

Der weltweite Durchschnitt liegt bei 1,3 Planeten. «Wenn wir weitermachen wie bisher, werden wir Anfang der 2030er Jahre zwei Planeten brauchen, um mit der menschlichen Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen Schritt zu halten», schreiben die Autoren.

Hoher Wasserverbrauch

Noch vor zwei Jahren hatte der WWF noch eine Frist bis 2050 errechnet. Die Menschheit braucht demnach fast 30 Prozent mehr Ressourcen, als die Erde langfristig zur Verfügung stellen kann. Das zeigt sich beispielsweise auch beim Wasserverbrauch: Der globale Durchschnittsverbrauch beträgt 3400 Liter - pro Tag.

Nur ein Bruchteil des verbrauchten Wassers wird zum Trinken und Waschen verwendet. Die Produktion von Lebensmitteln benötigt weitaus mehr Wasser. Die Schweiz importiere solche Lebensmittel oft aus Ländern, die zu wenig Wasser haben, schrieb der WWF Schweiz am Dienstag in einer Mitteilung.

Der Raubbau an der Erde zeigt sich auch bei der Artenvielfalt. Aus dem «Living Planet Index» geht hervor, dass bei den 1700 beobachteten Tierarten die Bestände seit 1970 um einen Drittel zurückgegangen sind. Besonders stark ist der Rückgang in den Tropen. Der Grund: Abholzung.

(bert/sda)

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Für die Nachkommenschaft muss ja auch gesorgt sein. Uebrigens ich vernichte 1.5 Welten, da ist auch noch Sparpotenzial drin.
Doppelt so viel
Aber: Immerhin brauchen die Amis fast doppelt soviel Ressourcen wie ein durchschnittlicher Schweizer. Steht in dem Artikel zumindest...

Na ja... jetzt wo die Welt den amerikanischen Konsum nicht mehr so aktiv mitfinanziert (hoffentlich) wird sich das Verhältnis vielleicht ja etwas verbessern...*
Da hatten wir doch ...
... eben noch die Amerikaner, denen wir die Schuld für das Verschleudern der Ressourcen geben konnten. Und nun sollen wir selber auch mit Schuld sein. Das schmerzt schon etwas.
 
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