Die Schweiz verhängt Sanktionen gegen Nordkorea
publiziert: Mittwoch, 25. Okt 2006 / 11:26 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 25. Okt 2006 / 17:26 Uhr

Bern - Der Bundesrat hat Sanktionen gegen Nordkorea verhängt und damit die Resolution 1718 des UNO-Sicherheitsrats umgesetzt. Die entsprechende Verordnung tritt morgen Donnerstag in Kraft.

Neben dem Exportverbot hat die Schweiz auch ein Einreiseverbot für bestimmte Personen verhängt.
Neben dem Exportverbot hat die Schweiz auch ein Einreiseverbot für bestimmte Personen verhängt.
4 Meldungen im Zusammenhang
Gut zwei Wochen nach dem Atomtest Nordkoreas hat auch die Schweiz Sanktionen gegen das kommunistische Regime verhängt. Die entsprechende Verordnung tritt am Donnerstag in Kraft.

Der Bundesrat setzt damit die Resolution 1718 des UNO- Sicherheitsrates um, wie das Eidg. Volkswirtschaftsdepartement (EVD) mitteilte. Gegen Nordkorea werden scharfe Handels-, Finanz- und Reisebeschränkungen erlassen.

Viele Verbote

Verboten wird der Export und Import von schwerem Kriegsgerät und der Handel von Gütern und Technologien, die für Massenvernichtungswaffen- und Trägerraktenprogramme verwendet werden können. Auch die Vermittlung und Finanzierung dieser Güter wird untersagt.

Die Verordnung verbietet weiter den Export von Luxusgütern. Gemäss einer provisorischen Liste fallen darunter Güter wie Uhren, Bijouterie, Kaviar, Wein, Parfum, hochwertige elektronische Geräte, Luxusfahrzeuge jeglicher Art sowie Kunstgegenstände.

Einreiseverbote

Die Schweiz hat zudem Einreiseverbote gegen Personen verhängt, die mit dem nordkoreanischen Atomprogramm in Verbindung stehen. Allfällige Gelder von Personen und Unternehmen werden gesperrt.

Der UNO-Sicherheitsrat hatte am 14. Oktober Strafmassnahmen gegen Nordkorea verhängt, um das Land zur Aufgabe seines Atomwaffen- und Raketenprogramms zu bewegen.

Bislang habe das UNO-Sanktionskomitee aber noch keine Liste von Personen veröffentlicht, die von Finanz- oder Reisebeschränkungen betroffen seien, sagte Othmar Wyss, Leiter der Exportkontrolle im Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO), gegenüber der Nachrichtenagentur SDA.

Warten auf Listen der UNO

Auch ob Firmen in der Schweiz sanktioniert werden, sei vorläufig nicht bekannt. Die Schweiz werde hier nicht selbständig vorgehen, sondern warte die Listen der UNO ab, sagte Wyss.

Die Schweizer Wirtschaft ist laut Wyss von den Sanktionen «praktisch nicht betroffen». Von Januar bis August dieses Jahres seien Güter im bescheidenen Umfang von 5 Millionen Franken nach Nordkorea exportiert worden.

Die Schweiz bewilligt seit längerem keine Exporte von Kriegsmaterial nach Nordkorea mehr.

(fest/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Seoul - Der nordkoreanische ... mehr lesen
Der Absatz von Kondomen stieg sprunghaft.
Vereinigungsminister Lee Jong Seong erklärte, bestimmten Personen die Einreise zu verweigern.
Seoul - Südkorea hat ungeachtet der nordkoreanischen Warnungen erste konkrete Schritte zur Umsetzung der UNO-Sanktionsbeschlüsse gegen das Regime in Pjöngjang angekündigt. mehr lesen
Bern - Die Schweiz trägt die ... mehr lesen
Ob das Departement von Micheline Calmy-Rey den Dialog mit Nordkorea fortsetzt, ist noch nicht klar.
Der Text sei laut John Bolton nicht völlig zufriedenstellend für die USA.
Moskau - Der UNO-Sicherheitsrat hat ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Überschattet wird der Besuch von Ri Su Yong mit einem erneuten Raketentest von Nordkorea.(Archivbild)
Überschattet wird der Besuch von Ri Su Yong ...
Erster Besuch seit Atomwaffentest  Peking - Einer der wichtigsten Politiker Nordkoreas ist zu einem Besuch in China eingetroffen. Wie die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtete, landete Ri Su Yong, ein stellvertretender Vorsitzender von Nordkoreas Arbeiterpartei, am Dienstag in Peking. mehr lesen 
Die Schiffe haben sich nach den Warnschüssen wieder ins nordkoreanische Gewässer zurückgezogen. (Symbolbild)
Reaktion auf Verletzung der Grenze  Seoul - An der innerkoreanischen Grenze ist es erneut zu Spannungen gekommen. Die südkoreanische Marine feuerte nach der Verletzung der Grenze aus ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute So Mo
Zürich 18°C 26°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Basel 18°C 27°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
St. Gallen 17°C 23°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Bern 14°C 25°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Luzern 18°C 25°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
Genf 16°C 26°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Lugano 20°C 29°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig gewitterhaft
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten