'Die Schweizer Freestyler sind hungrig'
publiziert: Freitag, 21. Jan 2005 / 21:24 Uhr

Mit dem Halfpipe-Wettbewerb erreicht die WM in Whistler (Ka) ihren Höhepunkt. Die nordamerikanischen Freestyler gelten als Favoriten, der Schweizer Trainer Marco Bruni weiss aber, dass seine Fahrer "hungrig" sind.

Kann Markus Keller seine Leistung von Kreischberg wieder abrufen?
Kann Markus Keller seine Leistung von Kreischberg wieder abrufen?
In der Superpipe in Whistler, die den widrigen Verhältnissen zum Trotz recht gut befahrbar ist, tritt Markus Keller als Titelverteidiger auf. "Ich hoffe, dass er seine Leistung von Kreischberg wieder abrufen kann", sagte Bruni.

Der Entscheid, den 22-jährigen Thurgauer nicht wie diverse andere Topcracks am European Open in Laax fahren zu lassen, fällten Swiss Ski und Kellers Brettsponsor gemeinsam. "Mä konnte damit gut leben", lautet Brunis emotionsloser Kommentar.

Neben dem Bottighofer Lebemann "Mä" Keller wird auch der Disentiser Sergio Berger (21) eingesetzt; dessen Ausrüstung traf erst am Donnerstagabend Ortszeit aus der Schweiz in Whistler ein.

Zwei weitere Teilnehmer gilt es noch zu nominieren. Bruni erhofft sich zwei Finalpätze in einem Feld, das er ungefähr gleich stark einschätzt wie jenes in Laax. "Zwei Rider unter die Top 10 zu bringen, wäre ein Riesenerfolg."

Weil bislang nur ein einziger Weltcup durchgeführt werden konnte (Anfang November in Saas-Fee), fehlt es den meisten Fahrern an Wettkampf-Routine, "nicht aber an Wettkampf-Hunger", hat Bruni festgestellt.

Termine schlecht koordiniert

Mit dem Umstand, dass sich am European Open, dem zweiten Schweizer Event der industriellen Ticket-to-Ride-Tour, gleichzeitig mit der WM ein illustres Feld um Plätze für den Arctic Challenge des legendären Norwegers Terje Haakonsen streitet, hat sich Bruni nicht anfreunden können.

"Es ist der grösste Unsinn, dass zwei so wichtige Wettkämpfe zur gleichen Zeit stattfinden. Gemäss der Event-Philosphie hätte die FIS vielleicht flexiber sein sollen", kritisierte Bruni.

So fahren beispielsweise Altmeister Terry Brunner und Stephan Maurer, der vielleicht talentierteste Schweizer Freestyler, nach Abmachung mit ihrem Chefcoach in Laax.

Pesko wieder fit

Als klare Teamleaderin bei den Frauen startet Manuela Pesko ins WM-Abenteuer. Nur rund neun Monate nach einem Kreuzbandriss im linken Knie ist die Bündnerin wieder gesund und voller Tatendrang. "Der Heilungsprozess verlief mehr als zufriedenstellend, ich kann hier angreifen", sagte das 26-jährige Energiebündel.

Pesko ist nach der sehr knapp verpassten Finalqualifikation an der WM in Kreischberg ohnehin auf Wiedergutmachung aus. "An den Resultaten aus den letzten beiden Saisons gemessen ist Manuela klar die beste Schweizer WM-Teilnehmerin", weiss Bruni.

Für Andrea Schuler (29) und die Tösstalerin Mirjam Marbach (22) hofft der Trainer, dass sie ihre Finalqualifikation von Kreischberg auch im ansehnlichen Frauenfeld in Whistler wiederholen können. "Alles weitere wäre Zugabe."

(von Stefan Baumgartner, Whistler/Si)

 
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