Die Schweizer setzen auf Etappensiege
publiziert: Freitag, 13. Jun 2008 / 16:35 Uhr

In der am Samstag beginnenden 72. Tour de Suisse wird als Gesamtsieger ein kompletter Fahrer mit Qualitäten am Berg gesucht. Voraussichtlich wird der Mann aus dem Ausland stammen. Die Schweizer gehen auf Tageserfolge aus.

Den letzten Schweizer Gesamtsieg errang Alex Zülle vor sechs Jahren. Zwei Jahre später wäre es Fabian Jeker beinahe gelungen, jenen Erfolg einzufahren, der seine Karriere gekrönt hätte.

Der Baselbieter musste den Triumph im abschliessenden Zeitfahren in Lugano nur um eine Sekunde Jan Ullrich überlassen. Wer aber ausser den eingefleischten Radsport-Fans erinnert sich, dass vor Jahresfrist ein Russe namens Wladimir Karpez die Tour de Suisse gewonnen hat?

Tour de France wirft Schatten

Im qualitativ hochstehenden Teilnehmerfeld der Landesrundfahrt mangelt es nicht an klingenden ausländischen Namen. Erinnert sei an Damiano Cunego, Kim Kirchen, Fränk und Andy Schleck, Riccardo Ricco, Thomas Dekker, Stijn Devolder oder Andreas Klöden.

Letzterer könnte den Gesamtsieg ins Auge gefasst haben, weil Astana nicht an der Tour de France teilnehmen kann. Ungeklärt ist vorderhand die Frage, wie sich der Wahlschweizer von den Strapazen des Giro d´Italia erholt hat.

Klödens Gegner hingegen werden in Gedanken schon bei der weit wichtigeren Tour de France sein. Ob sie in der Schweiz auf grössere Ziele ausgehen oder nur in einzelnen Etappen ihre Form testen wollen, bleibt vorläufig offen.

Keine Tour des Suisses

Letztes Jahr war der bestklassierte Schweizer im 27. Rang (Martin Elmiger) zu finden. Auch bei der neuesten Austragung ist kaum zu erwarten, dass die Tour de Suisse auch eine Tour des Suisses sein wird. In einer Umfrage bezeichnen die meisten einheimischen Radprofis einen Etappensieg als höchstes Gefühl.

Martin Elmiger erhofft sich diesen in der von der Topographie her nicht zu unterschätzenden Startetappe in Langnau im Emmental. Michael Albasini möchte sich in seiner engeren Heimat in Gossau SG präsentieren, Rubens Bertogliati in Caslano.

Hartes Brot bekommt Fabian Cancellara zu essen. Für einmal haben die Organisatoren kein für den Weltmeister passendes Zeitfahren eingebaut. Falls sich der Berner vor heimischem Publikum auf dem Podium präsentieren will, muss er wohl in Lyss oder in der Schlussetappe mit einem Effort aufwarten.

Entscheidung auf dem Klausen-Pass

Die Tatsache, dass mit dem Lukmanier und dem Nufenen nur zwei Alpenpässe überquert werden, darf keineswegs als Indiz für eine leichte Rundfahrt gewertet werden. Auch wenn nicht die Höhenmeter früherer Jahre erreicht werden, ist der Streckenverlauf noch immer als anspruchsvoll einzustufen. Die Sprinter erhalten nur am dritten und vierten Tag sowie ganz am Schluss - sofern sie dann noch dabei sind - Gelegenheit, ihr Können zu zeigen.

Schon am zweiten Tag mit der Bergankunft in Flumserberg erhält das Gesamtklassement eine Struktur. Wer sich da einen Rückstand einhandelt, der kann den Gesamtsieg bereits abschreiben. Bei der Fahrt ins Tessin wird die Rampe hinauf nach Cademario und möglicherweise auch die heikle Abfahrt nach Caslano grössere Spuren hinterlassen als die Alpenüberquerung.

Zu einer weiteren Selektion kommt es in der Bergankunft von Verbier. Doch den ganz grossen Knüller der Landesrundfahrt bildet das Bergzeitfahren von Altdorf hinauf zum Klausen-Pass am zweitletzten Tag. Auf diesen 25 Kilometern wird die Entscheidung um den Gesamtsieg fallen.

Ein gutes Geschäft

Für den Veranstalter IMG (Suisse) SA ist die Schweizer Landesrundfahrt ein gutes Geschäft. Armin Meier hat bereits angekündigt, dass Interesse besteht, den bis 2014 gültigen Vertrag mit Swiss Cycling um 15 Jahre, das heisst von 2015 bis 2030, zu verlängern.

Für die diesjährige Austragung konnten alle Packages verkauft werden. Über 5000 VIP-Gäste (!) werden an den acht Tagen vor Ort die Taten der Radprofis verfolgen. TV-Übertragungen der Rundfahrt werden in 16 Ländern ausgestrahlt.

(bert/Si)

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