«Die Täter werden auch ohne Tieranwalt verurteilt»
publiziert: Freitag, 5. Mrz 2010 / 19:31 Uhr / aktualisiert: Freitag, 5. Mrz 2010 / 23:51 Uhr

Diesen Sonntag wird wieder abgestimmt: Die «Tierschutzanwalt-Initiative» verpflichtet die Kantone, Tieranwälte einzusetzen. news.ch hat Nationalrat Marcel Scherer(SVP) gefragt, warum er sich gegen eine Annahme der Tierschutzanwalt-Initiative einsetzt. (Umfrage)

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SVP-Nationalrat Marcel Scherer ist gegen die Tierschutzanwalt-Initiative.
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news.ch: Sie sind selbst Schweinezüchter und stehen tagtäglich mit dem Tier in einem engen Kontakt: Würde jemand in Ihren Stall einbrechen und Ihre Säuli misshandeln, würden Sie nicht wollen, dass der Täter vors Strafgericht kommt und eine gerechte Strafe erhält?

Marcel Scherer: Doch, so etwas wäre mir absolut nicht egal. Ich würde eine Klage wegen Hausfriedensbruch einreichen. Dies würde ein Strafverfahren auch ohne Tieranwalt auslösen, und bestimmt ein psychiatrisches Gutachten nach sich ziehen, vorausgesetzt der Täter wird überführt. Welcher normale Mensch würde schon auf solch abstruse Ideen kommen?

news.ch: Ein Tierschutzanwalt kennt die Gesetzgebung besser als ein allgemeiner Richter und kann so eine gerechtere Strafe herausholen.

Scherer; In der Schweiz gibt es auch für Tieranwälte keine verbindlichen Strafnormen. Je nach Ansinnen eines solchen Anwaltes fallen die Strafen höher oder tiefer aus. Einer Willkür sind keine Grenzen gesetzt.

news.ch: Das Tierschutzgesetz in der Schweiz ist streng, es wird aber nur zum Teil umgesetzt. Ein Tierschutzanwalt könnte darauf achten, dass das Gesetz wirklich umgesetzt wird.

Scherer: Das ist eine unbegründete Behauptung. Tatsache ist, dass nirgends auf der Welt ein strengeres Tierschutzgesetz zur Anwendung und Umsetzung kommt als bei uns in der Schweiz.

news.ch: Zurück zum Fall mit dem Täter im Saustall: Er kann sich einen Anwalt nehmen. Sollte dem Opfer nicht das gleiche Recht zustehen?

Scherer: Wir leben in einem Rechtsstaat. Davon auszugehen, dass der Täter nicht bestraft wird entbehrt jeder Tatsache. Fakt ist, dass Verurteilungen oft bis hin zu Tierhalteverboten und hohen Strafen führen. Auch ausserhalb des Kantons Zürich, der freiwillig, ohne Diktat per Tieranwaltinitative diese Institution eingeführt hat.

 

(Fabienne Klenger/news.ch)

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nein, nein
liebe hubabuba

Sooo dick war er denn auch wieder nicht. Aber eben auch nicht schlank und rank (zum Glück). Und wieselflink.

Nun, heute haben die Stimmberechtigten, diejenigen, die gestimmt haben, in meinem Sinn gestimmt, ich kann also zufrieden sein.

Dies ist jetzt meine ganz persönliche Meinung und ich kann nichts belegen: Ich denke aber, dass 99% aller Leute keine Tierquäler sind, und einzelne Sadisten kann auch kein Tieranwalt abschrecken.

Dasselbe gilt auch für Kinderschänder - diese beiden Verbrechen halte ich für die schlimmsten überhaupt, weil in beiden Fällen Macht an einem wehrlosen Geschöpf mit Genuss ausgeübt wird. Und weil ich glaube, dass man, wer zum einen fähig ist, auch das andere zutrauen muss.
Nehmen Sie's nicht so ernst ...
... und das Leben ist um einiges leichter - sicher!
Liiiiiieeee (usw.) ber Thomy
ich hoffe sie versuchen, mir keine SVP Sympathien zu entlocken. Das dürfte schwierig werden.
Ich wundere mich immer wieder wie diese Partei so viele Stimmen mobilisieren kann.
Auf der anderen Seite erstaunt mich auch immer woher TV Sender. wie RTL, Vox, Sat 1, etc. ihre Zuschauer her bekommen.
Trotzdem ist nicht jeder SVP Wähler oder SVP Politiker aber auch nicht jeder RTL, Vox, Sat 1, etc. Zuschauer, ein Idiot.

Nur sind alle anderen Parteien auf bestem weg, der SVP ebenbürtig zu werden.

Ich bin übrigens ein verantwortungsbewusster Abstimmer aber überzeugter Nichtwähler
Lieber kuwilli zum 2. ....
"Gegenfrage: Wer gibt dem Anwalt das Mandat? Lassie oder Flipper? Am besten ermittelt vorab Kommisar Rex. Dr. Doolittle drängt sich folgerichtig als Anwalt auf. "

Ich versuchte es eben zu erklären .... Hierauf kann schlecht eine oblektive Antwort gegeben werden, weil Spott nur ein Abwenden ermöglicht - oder eine scharfe Gegenattacke!
Liiieeeber kuwilli ...
Sie wollen doch nicht behaupten, grundsätzlich, dass man die Aussage eines SVP-Politikers noch ernst nehmen kann ..., nach allem was in den letzten Jahren von dieser Partei ausgegangen ist, kann ich die Anhänger dieser politischen Richtung nicht mehr ernst nehmen. Ton und Stil und eine besondere stupende Arroganz sind inakzeptabel!

DAS SIND Sachargumente!

Killersprache, wie die SVP sie "pflegt" lässt jeden Dialog in sich zusammenfallen! Auch am Fernsehen - Arena, Club, zum Beispiel !
Gesetze vs. Anwalt
Eigentlich ging es mir darum auf die Argument einzutreten, es brauche keinen Tieranwalt, sondern strengere Gesetze und es sei allein unsere Vorstellung (Phantasie ?) von dem was die Tiere möchten.

Bevor wir jedoch die Gesetze strenger machen, setzen wir doch besser einen Tieranwalt ein, damit die bestehenden besser umgesetzt werden können.

Überfütterung kann durchaus als Quälerei angesehen werden, jedenfalls dann wenn das Tier sich deswegen nicht mehr artgerecht bewegen könnte. Die Katze also etwa nur noch ihren Bauch über den Boden zieht. Soweit dürfte es in Ihrem Beispiel wohl kaum gekommen sein.
das ist aber eine etwas ...
naja..."leider" übliche Logik.
Trotzdem, ich finde es falsch, wenn man statt Sachargumente Parteiargumente vorbringt.
Es ist ja nicht schwer zu erraten, dass dieser ...
... SVP-Nationalrat Marcel Scherer gegen die Tierschutzanwalt-Initiative ist. Er würde ja den Erwartungen, die man an ihn hat ... ?! ... hat, nicht entsprechen!

Ich habe schon lange abgestimmt - ich schweige still (frei nach dem Vogelfänger ...).
sehe ich nicht so
Liebe hubabuba

Ich bin ganz gewiss eine Tierfreundin. Bin auf einem Bauernhof aufgewachsen und glaube zu wissen, wie man mit Tieren umgeht. Ich hatte selber mal einen Kater. Da kam das grosse Katzensterben über die Gegend und wäre meiner nicht so gut genährt - sprich beleibt - gewesen, hätte er den "Anschlag" nicht überlebt. Der Tierarzt hat gesagt, wir hätten grosses Glück gehabt und eine andere Katze wäre daran gestorben. Die Tiere sînd mit Meta Tabletten gefüttert worden und mein Vielfrass hatte auch davon genascht.

Ich denke, dass Sie an die Tierquälereien in letzter Zeit an Kühen auf Weiden und in Ställen denken.

Dazu brauchen wir meiner Meinung nach keinen Tieranwalt. Auch der betreffende Bauer braucht gar keinen Anwalt einzuschalten und zu bezahlen. Wir haben schliesslich auch noch Staatsanwälte. Das sind bekanntlich diejenigen Anwälte, die nicht dafür bezahlt werden, einen allfälligen Kriminellen (sollte ich jetzt nicht schreiben, jeder ist unschuldig, bis seine Schuld bewiesen ist) gegen gutes Geld rauszuhauen.

Nun, wir werden sehen... Von mir aus erübrigt sich ein Tieranwalt.

Und noch was, liebe hubabuba: Wo haben Sie selber am meisten Mitleid? Doch bestimmt da, wo es um Kinder und Tiere geht. Sie sind da nicht alleine.
Also dann ...
müssten Sie eigentlich dafür sein, denn der Tierschutzanwalt ändert zwar nicht die Gesetze, hilft aber dabei, die bestehenden erfolgreicher durchzusetzen.

Schon klar, Tiere können nicht sprechen wie wir Menschen. Der Tierschutzanwalt müsste also entweder selber die Tiersprache(n) verstehen, oder Leute einsetzen, die dies können.

Auch klar, das Tier selber kann kein Mandat erteilen. Aber so ist das halt, denn wie gesagt, sie können nichts sagen.
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