Die Tops und Flops: Ein Rückblick auf 17 WM-Tage
publiziert: Montag, 11. Mai 2009 / 16:17 Uhr / aktualisiert: Montag, 11. Mai 2009 / 17:52 Uhr

Trotz Bedingungen, die oft eher zu einem Besuch in einer Badeanstalt als in einer Eishockey-Halle animierten, stand die Schweiz in den letzten 17 Tagen im Banne des «coolest game on earth» (NHL-Werbung). Ein Rückblick auf Höhen und Tiefen in Bern und Kloten.

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TOP

Spektakel: Die über 301'000 Zuschauer bekamen in den 56 Spielen viel erfrischendes und temporeiches Offensivhockey zu sehen. 323-mal leuchtete die rote Lampe auf, pro Spiel fielen fast sechs Tore.

MVP: Selten war ein Einzelspieler in den letzten Jahren an einer WM so überragend wie Ilja Kowaltschuk. Die einstige russische Diva stellte sich uneingeschränkt in den Dienst seiner Kollegen und war mit einer Mischung aus Athletik und Kampfgeist omnipräsent. Die Auszeichnung für den wertvollsten Spieler des Turniers war nach diesen Leistungen ein Selbstläufer.

Cooly: Das WM-Maskottchen avancierte rasch zum uneingeschränkten Publikumsliebling und verzauberte die Fans mit seinen akrobatischen Einlagen und seiner Fröhlichkeit sogar dann, wenn auf dem Eis nur wenig lief. Schweiz Tourismus wäre gut beraten, die immerfröhliche Kuh mit einem lebenslangen Werbevertrag auszustatten.

Omark: Der junge schwedische Stürmer, der via Internetplattform «YouTube» wegen seiner Tricks zum Idol einer ganzen Generation wurde, zauberte etwas weniger als erwartet und musste beim einzigen Penaltyschiessen sogar zuschauen. Der Frechdachs und jüngste Spieler der Schweden war dennoch eine Bereicherung fürs Turnier -- allein deshalb, weil man nie wusste, was als Nächstes kommt.

Stimmung: Vor Turnierbeginn deutete hierzulande nur wenig auf einen Grossanlass hin. Als die WM losging, gingen auch die Fans mit. In Bern herrschte bei den Spielen des Schweizer Nationalteams sowie den Auftritten der Russen und Letten Gänsehaut-Atmosphäre. Auch Kloten verdiente sich punkto Stimmung Höchstnoten, vor allem wegen der in Scharen angereisten ungarischen Supporter.

Organisation: Die Schweiz stellte ihre Tugenden einmal mehr unter Beweis. Generalsekretär Gian Gilli und sein Team leisteten ganze Arbeit. Trotz im europäischen Vergleich schlechtem Zustand der Stadien gab es kaum Klagen zu hören.

Schweizer Nati: Ralph Kruegers Team kreierte so viele Chancen wie noch nie und spielte während zwei Dritteln den späteren Weltmeister Russland an die Wand. In offensiver Hinsicht wars ein Versprechen für die Zukunft.

FLOP

Backes: Der amerikanische Stürmer David Backes wurde nach seinem brutalen Foul an Julien Sprunger zum meistgehassten Spieler des Turniers. Wenn er gewusst hätte, dass er fortan bis zum Turnierende bei jeder einzelnen Puckberührung ausgepfiffen würde, hätte sich der meistbestrafte Spieler des Turniers seine Aktion vielleicht etwas besser überlegt.

Hooligans: Einige Ungarn mit Stadionverboten im Fussball missbrauchten die erste Vorrundenpartie ihres Landes gegen die Slowakei und initiierten vor allem vor der Halle Schlägereien. Glücklicherweise blieb dies ein Einzelfall.

Deutschland: Einmal mehr klafften Anspruch und Realität im Team unseres nördlichen Nachbarn weit auseinander. Einzig die Regelung, wonach der nächste WM-Gastgeber gesetzt ist, bewahrte das Team von Uwe Krupp vor dem Abstieg. Werbung für die Heim-WM im Jahr 2010 war es gleichwohl keine.

Schweizer Nati: Trotz hervorragender Ausgangslage (Zwischenrunden-Qualifikation, tolles Spiel gegen Russland, Fan-Euphorie) gelang es ihr nicht, das Minimalziel Viertelfinal zu erreichen. Dass wohl nur wenige Zentimeter, sprich ein Tor gegen Lettland, fehlten, kann nur ein schwacher Trost sein.

(Marco Keller/Si)

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