Die Tour rollt durch die Westschweiz
publiziert: Dienstag, 29. Apr 2008 / 16:16 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 29. Apr 2008 / 21:13 Uhr

Der holländische Vorjahressieger Thomas Dekker und der Deutsche Andreas Klöden starten als Favoriten zur 62. Tour de Romandie, die am Dienstag mit dem Prolog in der Genfer Innenstadt beginnt. Nur Aussenseiter sind die Schweizer.

Tour de Romandie 2007: Sieger Thomas Dekker (NED, Rabobank).
Tour de Romandie 2007: Sieger Thomas Dekker (NED, Rabobank).
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Der noch nicht 24-jährige Dekker hinterliess in den Frühlingsrennen einen ausgezeichneten Eindruck. In der Baskenland-Rundfahrt erreichte der Allrounder den 3. Schlussrang, am Gold Race in Holland wurde er Vierter, bei Lüttich - Bastogne - Lüttich Sechster.

Noch weit eindrücklicher nimmt sich der Leistungsausweis in der Karriere von Klöden (32) aus. Zweimal beendete er die Tour de France schon als Zweiter (2004 und 2006).

Weil sein Team Astana wegen dessen Doping-Vergangenheit zu den vom Ausrichter der Tour de France organisierten Rennen nicht zugelassen ist, startet Klöden mit seinen Equipiers dort, wo man ihn lässt. In der ProTour-Zwischenrangliste nimmt Astana in der Mannschaftswertung punktgleich mit Leader High Road den 2. Platz ein. Klöden startet erstmals in dieser Saison mit Ambitionen zu einem Rennen.

Jeker 2005 letzter Schweizer Etappensieger

Im Vorjahr fuhren die Schweizer in der Tour de Romandie die schlechteste Gesamtbilanz seit Jahrzehnten ein. Der mittlerweile zurückgetretene Beat Zberg beendete die Rundfahrt als bester Einheimischer im 23. Rang. Auch 2008 dürften die Schweizer im Kampf um die vorderen Plätze im Gesamtklassement den Ausländern den Vortritt lassen müssen.

Teilerfolge liegen jedoch im Bereich der Schweizer Möglichkeiten. Insbesondere Martin Elmiger, Steve Morabito, Johann Tschopp und Michael Albasini steht der Sinn nach Etappensiegen. Der beste Schweizer Veloprofi Fabian Cancellara setzt dieses Jahr andere Prioritäten und startet nicht. Den bis dato letzten Schweizer Tageserfolg ergatterte Fabian Jeker 2005 in Sitten.

Ein Comeback gibt der Walliser Alexandre Moos (35), der 2006 als Achter und 2005 als Sechster jeweils bester Schweizer war. Moos hatte 2005 ebenfalls eine Etappe für sich entschieden. Der Routinier führt die junge, vom früheren Phonak-Geldgeber Andy Rihs gesponserte BMC-Truppe mit den Schweizer Talenten Steve Bovay (23), Martin Kohler (22) und Danilo Wyss (22) an. Am Start stehen 18 ProTour-Teams und die mit einer Wildcard ausgestattete BMC-Equipe.

Königsetappe Sitten - Zinal

Der Parcours führt über gut 650 km. Die Entscheidung um den Gesamtsieg dürfte am Freitag und Samstag fallen. Am Freitag findet in Sitten ein Zeitfahren über knapp 20 km statt, am Samstag steht die Königsetappe Sitten - Zinal mit 3650 Höhenmetern und vier Bergpreisen der 1. Kategorie auf dem Programm.

Die Sprinter kommen in der 2. Etappe in Freiburg und in der 5. und letzten Etappe mit dem Ziel in Lausanne zum Zug. Der endschnellste Fahrer im Teilnehmerfeld ist der Australier Robbie McEwen (36), der schon zwölf Teilsiege in der Tour de France verbuchte. Die 1. Etappe mit dem Abstecher ins jurassische Saignelégier bietet wagemutigen Fahrern wie dem Deutschen Jens Voigt eine Chance.

Budget von 3,8 Millionen Franken

Die Organisatoren Jean-Pierre Strebel und Richard Chassot operieren mit einem Budget von 3,8 Millionen Franken. Im Jahr 2007, als das Duo den Anlass erstmals durchführte, resultierte ein Gewinn von 4000 Franken. Die sechs Westschweizer Kantone steuern zur 62. und 63. Austragung des ProTour-Rennens je 30'000 Franken bei.

(li/Si)

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