Fünf Tote
Die Vogelgrippe ist zurück
publiziert: Donnerstag, 4. Apr 2013 / 17:58 Uhr
Landwirtschaftsbehörden fanden das Virus in Proben von Tauben auf einem Marktplatz in Shanghai. (Symbolbild)
Landwirtschaftsbehörden fanden das Virus in Proben von Tauben auf einem Marktplatz in Shanghai. (Symbolbild)

Peking - Gesundheitsbehörden schlagen Alarm: Schon fünf Menschen sind in China am bislang kaum bekannten Vogelgrippe-Virus H7N9 gestorben. Die Behörden haben Spitäler in einigen grossen Städten in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt.

6 Meldungen im Zusammenhang
Bislang ist noch nicht klar, wie sich die Patienten angesteckt haben. Landwirtschaftsbehörden fanden das Virus aber in Proben von Tauben auf einem Marktplatz in Shanghai, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.

Die Gesundheitsbehörden kündigten eine umfassende Kooperation mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) an. «China wird einen offenen und transparenten Austausch mit der WHO aufrechterhalten», versprachen die Behörden laut Xinhua.

Bislang sind elf Menschen offiziell mit dem Virus infiziert. Fünf von ihnen sind gestorben.

Hinweise auf Anpassung an Säugetiere

Bei den Patienten war nach WHO-Angaben eine Variante des Vogelgrippe-Erregers H7N9 festgestellt worden, die Zeichen für eine Anpassung an Säugetiere enthalte. Das habe eine Gen-Analyse ergeben.

So könne das Virus an die Zellen von Säugetieren andocken. Es wachse zudem etwa bei der normalen Körpertemperatur von Säugetieren, während Vögel zumindest tagsüber eine höhere Temperatur haben.

Die Gruppe der H7-Viren befällt normalerweise Vögel. Die WHO hatte jedoch zwischen 1996 und 2012 auch infizierte Menschen in den Niederlanden, Italien, Kanada, den USA, Mexiko und Grossbritannien registriert.

Bisher habe das Virus Bindehautentzündung und eine leichte Entzündung der Atemwege hervorgerufen. Lediglich ein Mensch in den Niederlanden sei an dem Erreger gestorben.

Mit H und N werden die Eiweisse der Virushülle Hämagglutinin und Neuraminidase abgekürzt, von denen es jeweils verschiedene Strukturen gibt.

(fajd/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Kein Vergleich zu SARS: H7N9 ist in China ein grosses Medienthema
Achtens Asien Gesichtsmasken in Shanghai und ... mehr lesen
Peking - Trotz drastischer ... mehr lesen
Nun hat auch Peking die Vogelgrippe.
Um den Vogelgrippe-Virus H7N9 in China einzudämmen, sind grossangelegte Tests von Geflügel nötig. (Symbolbild)
Peking - Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt Entwarnung: Sie sieht derzeit keinen Anlass, wegen des neuen Vogelgrippe-Virus H7N9 in China Handelsbeschränkungen oder ... mehr lesen
Peking - Chinesische Behörden haben nach dem Fund des Vogelgrippe-Virus H7N9 in Tauben rund 20'000 Hühner, Enten, Gänse und Tauben in Schanghai geschlachtet. Zudem stieg am Freitag die Zahl der registrierten, vom Erreger getöteten Menschen auf sechs, wie die Agentur Xinhua mitteilte. mehr lesen 
Weitere Artikel im Zusammenhang
Celaya - Nach dem Ausbruch von Vogelgrippe wollen die Behörden in Mexiko ... mehr lesen
Neben der Schlachtung auf den betroffenen Höfen würden auch Vorsichtsmassnahmen in der Umgebung getroffen. (Symbolbild)
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Alleine im US-Staat Iowa, dem grössten Eierproduzenten des Landes, wurden 25 Millionen Tiere gekeult, die meisten von ihnen Legehennen. (Symbolbild)
Alleine im US-Staat Iowa, dem grössten Eierproduzenten des Landes, ...
Versorgungslage angespannt  Washington - Zur Eindämmung der Vogelgrippe sind in den USA inzwischen fast 40 Millionen Hühner und anderes Geflügel gekeult worden. Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums aus dieser Woche sind mehr als 39 Millionen Vögel von dem aggressiven Erreger H5N2 betroffen. mehr lesen 
Tötung wegen Vogelgrippe  Den Haag - Wegen des Ausbruchs der Vogelgrippe in den Niederlanden haben die Behörden die Tötung tausender Enten angeordnet. In der Gemeinde ... mehr lesen  
Zehntausende Tiere wurden bereits getötet. (Symbolbild)
Importverbot wegen Vogelgrippe  Bern - Nach dem Ausbruch der Vogelgrippe in Grossbritannien und in den Niederlanden hat das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) Geflügel-Importe aus Schutz- und ... mehr lesen  
Geflügelpest  London - Die Vogelgrippe hat sich bis nach Grossbritannien ausgebreitet. Nach Fällen in Deutschland und ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mo Di
Zürich 6°C 19°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig trüb und nass Schneeregenschauer
Basel 11°C 21°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen freundlich
St. Gallen 8°C 16°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig starker Schneeregen wolkig, wenig Schnee
Bern 6°C 17°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig starker Schneeregen Schneeregenschauer
Luzern 8°C 18°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig trüb und nass Schneeregenschauer
Genf 8°C 18°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen freundlich
Lugano 7°C 11°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig trüb und nass wolkig, aber kaum Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten