Die gigantische Lobeshymne von Andre Agassi
publiziert: Freitag, 7. Sep 2007 / 00:00 Uhr

Dass die Partie zwischen Roger Federer und Andy Roddick mehr war als ein «gewöhnlicher» Major-Viertelfinal, merkte man auch an der übertragenden Fernsehstation. Der Sender «USA» hatte Andre Agassi als Co-Kommentator neben Ted Robinson und John McEnroe eingeladen.

Zwei ganz Grosse im Tennis mit Respekt füreinander: Agassi und Federer - hier beim Australian Open 2005.
Zwei ganz Grosse im Tennis mit Respekt füreinander: Agassi und Federer - hier beim Australian Open 2005.
Es war, als ob er nie weg gewesen wäre. Als Andre Agassi nach dem ersten Satz in den Fokus der TV-Kameras und Grossleinwände kam, gab es kein Halten.

Der 37-Jährige aus Las Vegas, nicht mehr mit einem Racket, dafür für einmal mit einem Mikrofon ausgestattet, wurde mit einer Ovation bedacht, wie sie aktiven Spielern nur ganz selten zuteil wird.

Roger Federer hatte seinen letztes Jahr in New York zurückgetretenen Finalgegner von 2005 schon vorher getroffen. «Er war völlig unerwartet in die Garderobe gekommen», erzählte Federer. «Es schien fast so, als wolle er einen Match bestreiten.»

Der Weltranglisten-Erste war froh, dass sich der letzte Viertelfinal der Frauen zwischen Venus Williams und Jelena Jankovic bis ins Tiebreak des dritten Satzes hinzog: «So konnten wir viel länger plaudern.»

Federer statt «local heroes»

Obwohl auf amerikanischen Kanälen dem Gusto des Publikums entsprechend normalerweise mehrheitlich den «local heroes» gehuldigt wird, war die folgende Live-Ubertragung eine fast permanente Lobeshymne auf Federer, der verschiedentlich wohl errötet wäre.

Agassi konstatierte unter anderem, dass normalerweise ein Spieler das Tennis schon dominieren kann, wenn er in zwei Bereichen der Beste ist.

Er habe aber das Gefühl, dass Federer etwa in fünf Bereichen die Nummer 1 sei. Federer dazu: «Ich weiss, dass ich auf viele Dinge zählen kann. Wenn mein Service nicht funktioniert, kann ich auf mein Grundlinienspiel zurückgreifen. Damit mein Spiel zusammenbricht, muss schon viel passieren, weil ich ja normalerweise körperlich fit bin und meinen Gegner nie unterschätze.»

Roger ist «komplett»

Von McEnroe auf die Differenz zwischen Pete Sampras und Federer angesprochen, fand Agassi einen zahlenmässigen Vergleich: «Wenn man gegen Pete gut spielte, verlor man vielleicht 5:7, 6:7. Wenn man schlecht spielte, manchmal auch, weil bei ihm vieles über den Aufschlag ablief.

Wenn man gegen Roger gut spielt, verliert man vielleicht auch 5:7, 6:7. Wenn man aber schlecht spielt, wird man 1:6, 1:6 weggeputzt, weil er so komplett ist.»

Schliesslich rückte Agassi Federers Leistungen in noch gleissenderes Licht: «Wenn man vor Saisonbeginn sagen muss, ob Federer eher vier Grand-Slam-Turniere gewinnen wird oder zwei, muss man sich für vier entscheiden.»

(von Marco Keller/Si)

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